Denkt man an Skihersteller mit langer Tradition, Qualität und einer Homebase in den Alpen, ist der Hersteller HEAD aus Vorarlberg ganz oben mit dabei. HEAD steht schon sehr lange für Qualität, Expertise und jede Menge Erfolge. Auch im Freeride Bereich konnte das Wintersport Unternehmen in den vergangen Jahren einige Erfolge feiern. Zahlreiche Top-Athleten wie Hedvig Wessel, Tao Kreibich oder Carl Regner, alle aktuell Teilnehmer der Freeride World Tour, gehören zu den Teamridern des österreichischen Unternehmens.

Mit der HEAD Kore Reihe, hat HEAD Ski bereits für die Saison 17/18 die Freeride Szene neu aufgemischt und gehört seitdem zu den beliebsten Freeride Skimarken überhaupt. Mit dem schlichten aber edlen Design passen die Ski zu jeder/m Fahrer/in. Dank des breiten Sortiments vom Allmountain Ski bis hin zur "fetten Powderlatte" ist der HEAD Kore fester Bestandteil der Freeride Ski Sparte. Hinter dieser Ski-Serie verbirgt sich eine lange Geschichte volle Innovation und Design. Die Mission von HEAD hierbei war es einen Ski fern ab von den Skigebieten speziell für das Gelände zu entwickeln.

HEAD Kore 93 (schwarz) 449,90 €
HEAD Kore 93 (schwarz)
449,90 € *
HEAD Kore 99 (schwarz) 449,90 €
HEAD Kore 99 (schwarz)
449,90 € *
HEAD Kore 105 (schwarz) 479,90 €
HEAD Kore 105 (schwarz)
479,90 € *

Heute gibt es vier Modelle in der HEAD Kore Ski-Reihe: HEAD Kore 93, HEAD Kore 99, HEAD Kore 105 und HEAD Kore 117. Für unseren Test standen uns der HEAD Kore 99 und der HEAD Kore 105 zur Verfügung. Hier berichten wir euch nun wie sehr uns diese beiden Ski überzeugt haben.

Seit dem Test sind die HEAD Ski für uns eine absolute Kaufempfehlung für Experten als auch fortgeschrittene Fahrer. Vorab möchten wir aber auf die Ski genauer eingehen und euch die Bandbreite der Marke aus Vorarlberg vorstellen. Außerdem konnten wir uns 2018 mit René Harrer von HEAD Ski im Interview unterhalten. Er hat weitere spannende Insights zu den Freerideski für euch.

HEAD KORE Ski - Der Aufbau

Das Hauptanliegen bei der Entwicklung des neuen Freeride-Skis war es nur das Wesentliche und Essentielle in den Ski zu packen. Aus dem Grund wurde sogar auf die übliche Kunststoff-Oberfläche verzichtet. Stattdessen verwendete HEAD Ski einen verpressten und geharzten Polyester-Fleece.

Daraus entsteht eine offene Hightech-Bauweise, die gleichzeitig einiges an Gewicht einspart. Das macht den Ski zu einem echten Leichtgewicht verglichen mit anderen Modellen auf dem Markt. Eine Besonderheit bei der Entwicklung des neuen Skis, war die Verbindung verschiedener innovativer Materialien:

Der Kern der Skier ist aus einem leichten aber sehr steifen Karuba Holz. Unter der Bindung wurde zusätzlich ein sogenanntes Koroyd-Element eingefügt. Koroyd ist ein Material, das bisschen aussieht wie viele aufgestellte Strohhälme nebeneinander. Es hat zwei große Vorteile:

Zum einen spart man durch die Hohlräume einiges an Gewicht ein. Zum anderen absorbiert Koroyd Vibrationen. Beide Eigenschaften machen den Ski so leicht, geben ihm aber eine starke Performance mit.

Außerdem wurden Tips und Tail mit Graphene verstärkt. Graphene gilt als härtestes und gleichzeitig leichtestes Material der Welt und kommt z.B. auch bei HEAD Tennisschlägern zum Einsatz. Um eine starke Drehsteifigkeit zu gewährleisten kommt als Unterlage eine dreifasrige Karbonschicht unter die Ski. Karbon und Graphene geben euch volle Kontrolle zu jeder Zeit.

HEAD Kore Freeride Ski für alle Skifahrer ob auf der Piste oder im Gelände im Test 2019 2020

HEAD KORE Ski - Die unterschiedlichen Modelle

Wie bei HEAD Ski üblich gibt es - inzwischen - vier verschiedene Modelle von KORE-Skis. Genauso wie beispielsweise beim i.Supershape, erkennt man die verschiedenen KORE-Modelle an den Farben. Der Hauptanteil ist zwar bei allen Modellen mattschwarz, doch an der Unterseite und zwischen der Bindung des jeweiligen Skis erkennt man die farbliche Markierung.

Neben den vier unten genannten Modellen gibt es noch einen orangen HEAD KORE 87 für Kinder. Er ist ideal für die ersten Erlebnisse abseits der planierten Strecken. Die Zahl hinter dem Namen gibt an wie sehr der Ski in der Mitte, sprich an der schmalsten Stelle, tailliert ist. Das sind die weiteren Unterschiede:

Der gelbe HEAD KORE 93

Der HEAD KORE 93 ist vor allem für gute Skifahrer, die aber noch neu im Freeriden sind. Er hat eine sehr einfache Handhabung auf und abseits der Piste. Durch sein geringes Gewicht ist er auch ein super Begleiter für Skitouren.

Mit dem schmalsten Modell kommst du dynamisch und spielerisch leicht die Hänge runter. Egal ob im präparierten Skigebiet oder im tiefen Powder, der KORE 93 ist auf jedem Terrain zuhause. Wenn ihr also einen Freeride-Einsteiger sucht, der auf allen Untergründen performt, ist der 93er die richtige Wahl.

Der rote HEAD KORE 99

Noch mehr Allrounder wie der 93er ist der erst 2018 entwickelte KORE 99. Im Powder bleibt er steif und ist extrem wendig, perfekt zum Freeriden also. Seine Skitouren-Qualität erkennt man an dem ebenfalls geringen Gewicht. Aber auch auf dem präparierten Hang kann der neue HEAD KORE 99 mehr als nur überzeugen.

Den vielseitigen Skifahrern unter euch würden wir deshalb den neuen 99er empfehlen. Morgens auf den Berg stapfen, nachmittags durch unberührten Powder fahren oder einen ganzen Tag die präparierten Hänge runterfahren - der KORE 99 macht es mit.

Der grüne HEAD KORE 105

Das 105er Modell begeistert mit seiner Wendigkeit und Dämpfung im Tiefschnee. Damit behaltet ihr selbst an steilen Hängen die Kontrolle und könnt im Gelände euer können zeigen. Natürlich kann auch er auf der Piste performen, ist aber eher im Powder zuhause.

Als überzeugt Freerider ist der Kore 105 euer Modell. Kein Pulverschnee-Feld ist mehr sicher vor euch, wenn ihr den Ski den Berg runterjagt.

Der blaue HEAD KORE 117

Der KORE 117 ist das breiteste Modell der Ski-Reihe. Er wird vor allem von Profi-Athleten geliebt. Er ist einer der leichtesten Ski seiner Art auf dem Markt und ist an jedem Hang mit tiefem Schnee daheim. Egal ob Heliskiing oder Freeride World Tour, wir freuen uns schon darauf den HEAD KORE 117 in Aktion zu sehen.

Vor allem für die ambitionierten Freerider ist der 117er Ski ideal. Er steht für die absolute Freeride-Freiheit.

HEAD Kore Ski im Freeride-Test 2020

Im Winter 2020 konnte unsere Keller Sports Pro Franzi die HEAD Kore Modelle 99 und 105 für euch testen. Hier könnt ihr lesen, wie sie die beiden Freerideski erlebt hat und was ihr am besten gefallen hat.

Der erste Eindruck

Bereits bei dem ersten Anblick der Ski fällt einem die extrem breite Schaufel der Ski auf. Sie sorgt für einen optimalen Auftrieb im tiefen Powder. Gleichzeitig ist der HEAD Kore aber auffallend wendig und leicht zu steuern. Dafür verantwortlich ist der sehr ausgereifte "Tip-Tail Rocker", der sogenannte "Powder Rocker". Durch ihn verringert sich die Kantenlänge und lässt den breiten, langen Ski verhältnismäßig leicht drehen. Der Kurvenradius des HEAD Kore 105 ist beachtliche 16,1m groß.

HEAD Kore Ski im Winter Test 2019 2020 für alle Freeride und Skifahrer

Nimmt man den HEAD Kore in die Hand wird man ein weiteres Mal überrascht. Normalerweise haben Freeride Ski dieser Art ein gewisses Gewicht, was an der Konstruktion und den Ansprüchen an den Ski liegt. Nicht aber der HEAD Kore. Ein Ski wiegt hier keine 2kg und ist somit der leichteste Ski seiner Art auf dem Markt. Ganz nach dem Motto: Leicht wie ein Tourenski, leistungsstark wie ein Big Mountain Ski. Oder einfach: der anspruchsvollste Freeride Ski den HEAD je gemacht hat.

Der HEAD Kore 99 im Test

Der Kore 99 ist der optimale Allmountain Ski. Egal ob im Powder oder auf der Piste – er liefert ab und garantiert Spaß bei jeder Abfahrt. Bei einer Länge von 180cm hat er eine Schaufelbreite von ganzen 134mm. Somit gibt der Ski im Tiefschnee den notwendigen Auftrieb, bleibt stabil und ist aber aufgrund der starken Tailierung sehr wendig. Er hat einen Kurvenradius von 15,1m.

Der Ski lässt sich sowohl verspielt als auch sportlich fahren. Mir ist insbesondere aufgefallen, dass er bei hoher Geschwindigkeit sehr stabil und leistungsfähig bleibt. Auch auf der Piste liefert er großen Spassfaktor, da man den Ski trotz breiter Schaufel schnell und ohne großen Kraftaufwand auf die Kante bringt. Carving Spaß garantiert. Aufgrund seines sehr geringen Gewichts bietet sich der HEAD Kore 99 außerdem als idealer Tourenski an. 

Der HEAD Kore 105

Der Kore 105 ist ein Freeride Ski, der auch überall am Berg funktioniert. Durch seine Breite hat er aber seine Glanzmomente auf jeden Fall im Gelände. Wie sein etwas schmalerer Bruder, ist der HEAD Kore 105 ein Ski für fortgeschrittene Freerider bis hin zu Pros oder Experten. Durch die starke Taillierung und dem Tip-Tail Rocker ist er trotz breiter Schaufel und seiner gewissen Breite unter der Bindung auch in engen Passagen leicht manövrierbar.

Es macht einfach unglaublichen Spass mit ihm im Gelände zu spielen. Auch bei hohem Tempo und eher großen Radien, dem sogenannten Big Mountain Skiing, bleibt er ruhig und stabil. Der gute Rebound des Skis ermöglicht es auch bei den kürzeren Schwüngen Spass zu haben. 

Interview mit René Harrer über die HEAD KORE Ski (2018)

Die neue Freeride KORE-Serie wurde in der vergangenen Saison 2017/2018 von HEAD eingeführt. Welche Idee steckt hinter der Einführung dieser neuen Produktlinie aus dem Bereich Freeride – wie darf man Sich die Herangehensweise vorstellen?

Freeski wurde bei uns bis dahin eher stiefmütterlich behandelt. Wir dachten uns: entweder oder. Entweder bringen wir etwas völlig Neues und Einzigartiges auf den Markt oder wir arbeiten so weiter wie bisher, ohne nennenswertes Konzept in diesem Segment.

Wir haben uns für Variante 1 entschieden, weil wir an den Markt und das Segment glauben.

Wie lange dauerte das Projekt von den Ideen für Design, Technologien etc. bis hin zur Produkteinführung?

Insgesamt hat es eineinhalb Jahre gedauert. Viele Ideen, viel probieren, viel testen. Viele Gespräche mit Freeride-Athleten wie James Heim und anderen, die auch maßgeblich an der Entwicklung beteiligt waren.

Wie unterscheidet sich die KORE-Serie vom normalen HEAD Ski – was macht diese Produktserie so besonders?

Wir wollten was Neues machen und uns unterscheiden. Daher haben wir beschlossen keine Oberfläche zu verwenden, den Ski auf das absolut Wesentliche zu reduzieren. Das erfordert auch Mut, denn ohne Oberfläche hat man auch keine Möglichkeiten für Grafiken und Designs. Eine spannende, aber im Nachhinein betrachtet definitiv richtige Entscheidung.

HEAD Kore Freeride Ski Test im Winter 2019 und 2020

Bist Du mit den Erfolgen der KORE Produkteinführung zufrieden?

Mittlerweile können wir vom erfolgreichsten Produktlaunch seit der Einführung von Carving Ski sprechen. Für uns eine tolle Bestätigung und die Verpflichtung ständig weiterzuarbeiten.

Die KORE Serie, bestehend nun aus 4 Modellen, wurde 2018 um ein weiteres Modell erweitert. Was verspricht das neue Modell und für welche Zielgruppe ist es geeignet?

Der neue KORE 99 deckt ein relativ großes Segment ab, das wir bisher nicht bedient haben. Man kann ihn ohne weiteres noch zum Allmountain Segment dazuzählen. D.h. hauptsächlich auf der Piste unterwegs und gewappnet für frischen Schnee.

Was ist dein persönlicher Favorit aus der KORE-Freeride-Serie?

Ich bin meistens mit dem KORE 105 unterwegs. Immer noch vielseitig auf der Piste und für jedes Tiefschnee-Abenteuer zu haben.

Fazit zu den HEAD Kore Ski

Bei unserem Test im Winter 2020 haben und die Ski absolut überzeugt - die HEAD Kore Freeride Range ist definitiv eine Reihe, die sowohl im steilen Gelände als auch der Piste eine super Figur macht. Dank der perfekten Mischung aus Vielseitigkeit, High-End Performance und dem geringen Gewicht sind die First Lines und die leeren Pistenhänge für dich mit dem Ski garantiert. Egal welches Gelände dich erwartet, dein HEAD Kore und du werden bereit sein!