Hast du schon einmal Laufschuhe online gekauft?

Ist dir dabei der Begriff „Sprengung“ über den Weg gelaufen und weißt du, was es damit auf sich hat?

Kurz erklärt bezeichnet die Sprengung eine erhöhte Ferse. Wir erklären dir genau, welche Konsequenzen eine Höhendifferenz zum Vorfuß mit sich bringt und worauf du beim Kauf deiner nächsten Laufschuh achten solltest.

Viele Läufer folgten lange Zeit dem Motto: „Je mehr Dämpfung desto besser“. Doch inzwischen wissen wir es besser. Oder sagen wir genauer.

Die klassische Unterscheidung von Laufschuhen richtete sich nach:

► Neutralläufern (Neutralschuhe)
► Überpronierern (Stabilschuhe)
► ehrgeizigen Athleten (Wettkampfschuhe)
► Naturgenießern (Trailschuhe)
► all jenen Läufern, die am liebsten keine Schuhe tragen würden (Barfußlaufschuhe)

Dabei ging es vor allem um die Gestaltung der Zwischensohle anhand diverser Dämpfungsmaterialen, um den Fuß ausreichend zu dämpfen und zu stabilisieren. Zumeist auf Kosten der Flexibilität, wodurch die Muskulatur im Endeffekt sogar weniger beansprucht wird. Kraftmessung Die Crux daran ist, dass diese Systeme nur dann zur Geltung kommen, wenn wir unsere Abrollbewegung mit der Ferse beginnen. Aber was ist mit Vorfuß- und Mittelfußläufern? Für Läufer mit solchen Laufstilen sind derartige Schuhe eher hinderlich und führen langfristig aufgrund der „falschen“ Belastung sogar zu Schmerzen.

Wir müssen umdenken.

Die Sprengung von Laufschuhen


Die Sprengung bezeichnet die Differenz der Sohlendicke von Vorfuß und Ferse. Je größer die Sprengung, desto höher der „Absatz“.

Und nun denken wir an das Bild einer Frau in Stöckelschuhen. Sexy, aber nicht sehr natürlich. Und sicherlich nicht für schnelles Laufen geeignet.

Der Sportwissenschaftler und medizinische Personaltrainer Björn Gustaffson deutet außerdem auf die verminderte Spannung in der Achillessehne hin, deren Energie uns dann beim Abdruck fehlt.

Es spricht also einiges gegen eine hohe Sprengung (und damit einhergehend auch die starke Dämpfung). Es sind nicht mehr nur das Einsatzgebiet und die Fußstellung ausschlaggebend für die Wahl der passenden Laufschuhe, sondern auch der eigene Laufstil.

Sofern du beschwerdefrei bist gibt es also keinen Grund, die Art deiner Laufschuhe zu wechseln.

#Keeponrunning! Welches wird dein nächstes Paar?