Es ist wirklich interessant zu hören, welche Gedanken sich Sportler machen. Wir wurden gefragt, ob es gesund ist, nüchtern bzw. direkt nach dem Aufstehen zu Laufen.

Klar, aus Sicht Berufstätiger ist die Frage absolut nachvollziehbar, wo doch morgens vor der Arbeit die der wenigen Gelegenheiten existiert, um sportlich aktiv zu werden. Denn wir alle kennen den inneren Schweinehund, der uns gerade abends nach einem stressigen Tag vom Sport abhält (dazu ein paar Tipps), nicht wahr? ;-)

Um die Frage zu beantworten können wir an sich, und das ist ja das Schöne am Laufen, immer und überall laufen. Auch nach dem Aufstehen. Dabei gibt es allerdings ein paar wichtige Dinge zu beachten…

Morgens nur ausgeschlafen Joggen


Wer nicht genug schläft, dem mangelt es tagsüber an Konzentrationsfähigkeit und Leistungsfähigkeit. Zwei Punkte, die wir als Läufer definitiv nicht missen wollen!

Nutze diese Tipps, um den Tag gleich richtig zu starten

1. Leg deine Sportsachen schon am Vorabend bereit, sodass du morgens möglichst wenig tun musst.
2. Steh direkt auf, wenn der Wecker klingelt. Keine 5 Minuten mehr! Raus aus den Federn!
3. Streck dich, beweg dich, damit dein Körper schnell in Schwung kommt.
4. Laufhose an, T-Shirt und Jacke drüber, in die Schuhe rein und los geht’s! Ach ja, Schlüssel nicht vergessen…

Morgensport erfordert ein ausgedehntes Aufwärmprogramm


Wir haben ja schon erwähnt, dass Strecken wichtig ist. Das liegt daran, dass unsere Gelenke über Nacht versteifen, da wir uns weniger bewegen und die Gelenkflüssigkeit abnimmt. Knorpel und Bandscheiben verlieren an Elastizität, was wir beim Sport natürlich nicht gebrauchen können, da die Druckbelastung ohnehin schon recht hoch ist.

Bevor wir „richtig“ zu laufen beginnen, sollten wir also ein paar Dehnübungen machen und dann vor allem langsam starten.

Die Sache mit dem Frühstück…


Vor dem Lauf solltest du einen guten Liter Wasser trinken, da der Körper über Nacht ein Flüssigkeitsdefizit entwickelt. Um dich vor Dehydrierung zu bewahren und deine reguläre Leistung abrufen zu können, solltest du das also vorher ausgleichen. Von Kaffee würden wir abraten, da er den Harndrang verstärkt.

Und dann wäre da noch die Sache mit dem Energiespeicher… Über Nacht entleeren wir unsere Glykogenspeicher, sodass wir morgens quasi keine Energie zur Verfügung haben.

Wer Abnehmen möchte fängt jetzt wahrscheinlich an zu Grinsen, weil ein leerer Energiespeicher bedeutet, dass der Körper sich stattdessen direkt an die Fettreserven ranmacht. Das ist absolut richtig, trotzdem empfehlen wir vor dem Lauf eine nährstoffreiche Mahlzeit. Viele Sportler schwören auf ein Rezept aus Milch, Quark, Banane und Haferflocken.

Wer ungerne morgens isst (zu viel sollte es vor dem Sport ohnehin nicht sein), dem sei ein Energieriegel ans Herz gelegt oder eine energiereiche Mahlzeit am Abend vorher. Wer vor dem Lauftraining selbst nichts essen mag, der macht es eben danach. Gerne noch ein paar Nüsse ins Müsli, um die Muskeln mit genügend Eiweiß zu versorgen.

Direkt nach dem Aufstehen – vor dem Frühstück – Laufen zu gehen bringt viele Vorteile mit sich:

1. Die Glykogenspeicher sind sehr schnell aufgebraucht und der Körper schaltet auf Fettstoffwechsel um. Durch Frühsport lernt der Körper also, freie Fettsäuren früher (und vermehrt) zu nutzen.
2. Auf Dauer lernt unser Körper, zur Verfügung stehende Brennstoffe effektiver zu nutzen, wodurch unsere Grundlagenausdauer steigt.
3. Wir starten den Tag mit einem zufriedenen Gefühl, sind voll wach bis wir auf der Arbeit eintreffen und leistungsbereiter.

30 Minuten reichen übrigens völlig aus, um all diese Vorteile für dich zu nutzen! Morgens laufen ist also nicht nur gesund, sondern auch gar nicht so zeitaufwändig wie jeder denkt.

Bist du ein Morgenmensch? Wirst du einer?