Mitte April 2018 hat unser Partner Nike das Nike Flyprint vorgestellt. Es ist das erste Obermaterial aus dem 3D-Drucker für Sportschuhe. Schon seit längerem hat Nike die 3D-Druck-Technik verwendet, um Schuhe herzustellen.

So wurden bspw. Stollen für Fußballschuhe oder Spikes für Sprintschuhe gedruckt. Nun ist es Nike als gelungen das erste Obermaterial zu drucken. Der erste dadurch entstandene Schuh ist der Nike Zoom Vaporfly Elite Flyprint.

Damit ist aber nicht genug gesagt. Aus was ist das Obermaterial genau? Wie wird es hergestellt? Welche Vorteile bringt es für Nike Schuhe mit sich? Wer bekommt die Flyprint Schuhe? Wir beantworten euch die Fragen. Nike_Flyprint_4_native_1600

Das Nike Flyprint Obermaterial


Grundsätzlich funktioniert die Herstellung von Nike Flyprint wie bei jedem 3D-Drucker. Ein TPU-Faden wird von einer Spule abgewickelt, geschmolzen und verschiedenen Lagen aufeinandergelegt. Dadurch, dass das Plastik weich ist, halten die Verbindungen sofort.

Der große Vorteil dabei ist, dass die Designer in das Obermaterial so Läuferdaten miteinarbeiten können. Diese Daten werden aufzeichnet und in ein Design-Tool am PC eingearbeitet.

Damit lässt sich eine optimale Struktur und Zusammensetzung von Materialien für individuelle Sportler erstellen. SU18_RN_EKipchoge_DSC0728_1_native_1600 Abgesehen davon bringt Flyprint einige weitere Vorteile mit sich. So ist das Erstellen von Prototypen bis zu 16mal schneller als mit anderen Nike Materialien.

Außerdem ist es robuster, dünner und leichter als bspw. Flyknit oder andere Obermaterialien. Auch im Design bringt das Upper aus dem Drucker Vorteile mit sich. Einzelne Fäden können einfach ausgetauscht werden, ohne das gesamte Konstrukt zu verletzen.

Die hohe Geschwindigkeit, mit der ein Design umgesetzt werden kann bildet ebenfalls einen großen Vorteil für Nike. Genauso wie Flyknit wird das Flyprint-Upper nahtlos gefertigt. Damit wird eine optimale Balance zwischen Passform und Struktur geboten.

Der Nike Zoom Vaporfly Elite Flyprint


Das Flyprint Obermaterial wurde vor allem entwickelt, um die schnellsten Läufer/innen noch schneller zu machen.

Als erstes hat der Marathon Goldmedaillengewinner bei Olympia 2016 in Rio, Eliud Kipchoge, den Nike Zoom Vaporfly Elite Flyprint erhalten. Kipchoge, der bei dem Nike Breaking2 Event mit 2:00:25 Stunden den schnellsten Marathon der Welt gelaufen ist, hat mit seinem Feedback bereits bei der Entstehung des Schuhs maßgeblich mitgeholfen.

Nach dem Berlin Marathon 2017 sagte er, dass sich seine Schuhe durch den starken Regen vollgesogen hätten. SU18_RN_EKipchoge_00714_square_1600 Schnell machten sich die Designer von Nike daran den Zoom Vaporfly Elite 4% weiterzuentwickeln. Beim London Marathon am 22. April 2018 lief der Kenianer erstmals in den "3D-printed" Schuhen.

Er gewann den Lauf mit einer Zeit von 2:04:17 Stunden. Es war die Version F, sprich die sechste Auflage des Schuhs, mit dem neuen Obermaterial. Immer wieder gab Eliud Kipchoge Feedback und Verbesserungsvorschläge.

So entstand der neue schnellste Schuh im Nike Sortiment. Leider werden die Schuhe vorerst nicht der Öffentlichkeit angeboten. Nur im Rahmen des London Marathon 2018 konnten einige Paare erstanden werden.
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