Das ewige Thema beim Planen der nächsten Bergtour ist die Frage des Gepäcks. Wie viel soll oder muss man auf eine Wanderung mitnehmen? Was nimmt man auf eine Tagestour mit und was benötigt man auf einer Mehrtagestour? Und welche Größe soll der Rucksack haben?

Hier stelle ich euch meine Eintages- und Mehrtagestour vor und versuche bestmöglich auf diese Fragen einzugehen.

Meine Tagestour


Um die Berge zu genießen muss man nicht immer gleich eine Mehrtagestour machen. Manchmal hat man gerade nicht genug Zeit oder die Wettervorhersage widerspricht einer langen Tour. Besonders gerne gehe ich zum wandern ca. 1 Std. südlich von München in die Berge.

Eine schöne Bergtour ist von Wackersberg auf den Heiglkopf und den Zwieselberg. Diese Wanderroute liegt südlich von Bad Tölz, ist in etwa 3 Stunden machbar und bietet einen tollen Blick in das Isartal. Die sportliche Herausforderung kommt hier nicht zu kurz, denn es sind immerhin 675 hm zu überwinden.

Was nehme ich auf eine Tagestour mit?


Beim Wandern handelt es sich fast immer um einen Kompriss zwischen „man möchte für alles gerüstet sein“ und dem Gewicht. Daher ist mein Tipp stark auf das Gewicht zu achten. Zuviel Gewicht kann enorm die Leistungsfähigkeit einschränken und somit auch schnell den Spaß an der Tour verderben. Folgende Sachen sind, neben dem Outfit, zusätzlich bei mir auf jeder Tour dabei:
► Isolationsjacke bei Kälte ► Regenjacke
► Riegel und Brotzeit ► genügend Wasser
► Erste Hilfe Set ► Taschenmesser und Handy
► Gehstöcke (optional) ► Outdoor-Shirt zum Wechseln
► Sonnencreme ► Blasenpflaster

Osprey Mutant Packliste

Welchen Rucksack für eine Tagestour?


Bei einer Eintagestour rate ich beim Wandern eher zu einem kleinerem Rucksack, wie zum Beispiel den Osprey Mutant 22. Der Rucksack verfügt über ein Volumen von ca. 22 L und hat eine große Öffnung von oben. Der Rucksack hat ein großes Innenfach um entweder Ordnung zu halten, oder für ein Trinksystem mit Schlauch. Ein weiteres Innenfach ist in die Öffnung integriert und bietet Platz für Taschenmesser, Blasenpflaster und Riegel. Aussen am Osprey Rucksack sind zwei Halter angebracht, die für die Gehstöcke oder für Eispickel verwendet werden können. Zusätzlich sind außen mehrere Laschen, um weitere Ausrüstung wie z.B ein Kletterseil oder den Helm leicht befestigen zu können.

Meine Mehrtagestour


Nun möchte ich noch auf meine Tour am Sonntag eingehen und diese für alle erfahrenen Bergsteiger und Eiskletterer wärmstens empfehlen: Ganz am Ende im Pitztal beginnt die Tour zum Taschachhaus weiter über die Petersenspitze (3482) zur Wildspitze (3768).
Von München ist man in ca 3 Stunden im Pitztal. Von dort aus geht es in ca. 3 Stunden über einen zunächst bequemen Forstweg und am Ende über einen etwas steileren Weg bis zum Taschachhaus.

Wir haben dann auf der Hütte mit einem tollen Blick über den Gletscher übernachtet und eine Mehrtagestour daraus gemacht. Am nächsten Tag ging es dann in der Früh um 3 Uhr los. Wichtig ist hierbei eine sehr gute Stirnlampe, damit es am Anfang bei dem Weg über Felsen und beim Geröllfeld am Gletscher keine Probleme mit der Sicht gibt. Anschließend sind wir über eine Rinne zum Gletscher unterhalb der Petersenspitze aufgestiegen. Nachdem ca. einer Stunde über den Gletscher gewandert sind, standen wir vor der wunderbaren Eiswand, der Nordwand der Petersenspitze. Osprey Mutant Bergtour 1,5 Std Eisklettern später, waren wir dann bei tollen Wetter und sehr guter Sicht auf der Petersenspitze. Das frühe aufstehen hatte sich schon hier gelohnt. Wir wollten weiter und sind über den Gletscher zur Nordwand der Wildspitze. Auch die Nordwand der Wildspitze bot beste Bedingungen, sodass wir ca. um 12 Uhr Mittags auf dem zweit höchsten Gipfel Österreichs standen und dort Brotzeit machten.

Nach unserer Brotzeit ging es an den Abstieg. Wir folgten dem Gletscher bis zum Taschachhaus und stiegen nach einer kurzen Einkehr bis zum Parkplatz ab. Insgesamt hat die Tour ca. 15 Stunden gedauert - etwa 2000 hm, davon ca. 450 hm Eisklettern. Diese war eine sehr anstrengende aber lohnende Bergtour.

Was benötigt man für eine Mehrtagestour?


Auch bei der Mehrtagestour zur Wildspitze, hatte ich in den 22 L großen Rücksack Mutant von Osprey gepackt und war erstaunt wie viel doch da rein passt. Neben dem Biwaksack für den Notfall und dem Eispickel, hatte ich zusätzlich zu der Ausrüstung für die kürzere Tour einiges dabei. So hat das 60 m Halbseil, die Sonnenbrille, die Eisschrauben, die Sicherungsgeräte und Karabiner sowie Bandschlingen & Klettergurt alles in den Mutant mit dem 22 L Volumen gepasst - ein kleines Platzwunder.

Es empfiehlt sich allerdings für längere Touren, neben dem Wanderrucksack, auch eine größere Tasche mit der gesamten (Wander-)Ausrüstung mitzunehmen. Hier greife ich gerne auf den Rolling Transporter von Osprey zurück. Mit den großen Rollen schafft er auch unebene Wege wie z.B. Forstwege und ist durch das HighRoad Gestell auch für etwas schwierigeres Gelände geeignet. Im Osprey Rolling Transporter kann man dann alles Weitere einpacken. So passen auch alle anderen Sachen wie zum Beispiel der (Hütten-)Schlafsack, Jogginghose, Fleecejacke, Waschbeutel und Handtuch in die Tasche. Das Hauptfach öffnet sich, wie bei einem Koffer, zur Seite, sodass alles einfach ein- und ausgepackt werden kann. Die zahlreichen Haltegriffe und Zurrpunkte des Osprey Rolling Transporter sorgen dann dafür, dass nichts rumfliegt und alles an Ort und Stelle bleibt - auch wenn es mal holprig wird. Bei der längeren Outdoor-Tour kann man den Osprey Mutant 22L auch perfekt in den Rolling Transporter packen und ist so bestens ausgerüstet.

Und wenn man abseits der Berge unterwegs ist, kann man den Osprey Rolling Transporter auch perfekt zum Reisen verwenden. Der 40 Liter Trolley ist so konzipiert, dass man ihn bei den meisten europäischen und weltweiten Fluggesellschaften als Handgepäck mitführen kann und durch seine Leichtigkeit nicht ins Gewicht fällt.