Eine Marke, die bei unserer Outdoor Test-Reihe für den Sommer 2019 natürlich nicht fehlen durfte, ist Peak Performance. Ich habe von der Marke aus Schweden ein komplettes Outdoor-Outfit bekommen und zum Testen mit auf den Berg genommen. Als Jacke durfte ich den Peak Performance Rider Midlayer testen.

Bei den Hosen konnte ich zwischen einer langen Wanderhose und einer kurzen Outdoor-Short wählen. Als lange Hose hatte ich die Peak Performance Light Softshell Scale dabei. Die Peak Performance Light Softshell Carbon Short kam als kurze Hose zum Einsatz.

* Der tatsächliche Preis kann von dem hier angegeben abweichen. Er hängt von aktuellen Angeboten und dem Modell ab.

Insgesamt war ich mit dem Outdoor-Outfit super zufrieden. Man erkennt an allen Produkten die Philosophie von Peak Performance nicht nur funktionelle, sondern auch schön designte Artikel herzustellen. Vor allem die Jacke ist durch ihren schlichten Look absolut alltagstauglich, kann mit ihren Funktionen aber auch am Berg überzeugen. Die beiden Hosen waren sehr leicht, atmungsaktiv und wasserabweisend. Insgesamt sehr starke Outdoorhosen mit einem sportlichen Schnitt.

Mit diesem und weiteren Outdoor Outfits von anderen Marken waren wir in Matrei in Osttirol am Berg und haben die Bekleidung auf Herz und Nieren getestet. In unseren Vergleichstests erfahrt ihr welche Softshelljacke und Outdoorhose in unserem Test am besten abgeschnitten hat. Hier will ich euch meinen Eindruck zu dem Peak Performance Outdoor Outfit schildern:

Die Peak Performance Rider Softshell Jacke im Test »
Unterwegs mit der Peak Performance Light Softshell Carbon Short »
In den Bergen mit der Peak Performance Light Softshell Scale Outdoorhose »
Das Fazit zum Peak Performance Test »

Die Peak Performance Rider Midlayer Jacke im Test

Beim ersten Auspacken, Anfassen und Anprobieren war ich allein schon vom Design begeistert. Viele Outdoorjacken sind entweder in Erdfarben oder in auffällig grellen Farben gehalten. Die Peak Performance Jacke ist in ihrem Design extrem schlicht und clean. Der Rider Midlayer ist komplett schwarz. Lediglich an der Kapuze ist ein breiter und leuchtend weißer Print mit dem Markennamen aufgedruckt.

An den Seiten sind zwei Taschen angebracht, die mit einem Reißverschluss sicher geschlossen werden können. Außerdem findet man auf der Innenseite noch zwei große Innentaschen aus dünnem Stoff, die allerdings nicht verschlossen werden können. Die doppellagige Kapuze ist ziemlich weit und innen mit weichem Material versehen. Den Kragen der Jacke kann man bis unter das Kinn hochziehen. Das ist nicht nur super bequem, sondern schützt zusätzlich auch vor Wind.

Beim ersten Anziehen kam dann die für mich größte Stärke der Peak Performance Rider Softshelljacke zum Vorschein: Sie ist sehr angenehm zu tragen. Die Innenseite ist mit einem weichen Fleece Material ausgestattet. Das macht die Hoodie Jacke weich, komfortabel und warm.

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Gerade weil sie so warm ist hatte ich die Jacke vorerst in meinem Rucksack verstaut. Das Packmaß der Jacke ist gut. Man kann sie relativ klein zusammenlegen, auch wenn es sicherlich Jacken gibt, die hier noch komprimierbarer sind. Sie passte auf jeden Fall ohne Probleme in meinen Rucksack.

Zum Einsatz kam die Peak Performance Rider dann weiter oben am Berg. Dort hat sich wieder gezeigt, warum man auch bei schönem Wetter immer eine Jacke beim Wandern dabei haben sollte. Es schien zwar die Sonne, durch den Wind wurde es aber deutlich kühler als noch im windgeschützten Wald. Mit der Jacke merkte ich von den kühleren Temperaturen aber nichts. Das Gemisch aus Polyester und Elasthan ist außen als flaches Gewebe verarbeitet. Das hält den Wind gut ab und das angeraute Fleece-ähnliche Material wärmt den Körper zuverlässig. Die Passform würde ich als normal beschreiben, vielleicht noch eher als sportlich. Auf jeden Fall sitzt die Jacke sehr gut ohne zu eng oder zu weit zu sein.

Vor allem als wir eine kurze Pause an einer Hütte einlegten, fand ich die Outdoor-Jacke und ihren Komfort sehr praktisch. Dort habe ich mein verschwitztes T-Shirt ausgezogen und die Jacke direkt auf der Haut getragen. Dabei hat nichts gezwickt oder gekratzt. Ich habe die Peak Performance Rider auch angelassen, als wir weitergegangen sind. Dadurch konnte ich gut die Jacke auf Atmungsaktivität und Bewegungsfreiheit testen.

Durch den Anteil an Elasthan gewährt die Jacke einem die absolute Bewegungsfreiheit ohne groß zu verrutschen. Die Atmungsaktivität habe ich auf jeden Fall auch gespürt, sie war aber nicht so ausgeprägt, wie ich mir das gewünscht hätte. Mit dem warmen Fleece auf der Haut habe ich schon zum Schwitzen angefangen. Positiv dagegen ist, dass die Peak Performance Rider sehr schnell trocknet und Feuchtigkeit nicht lange hält. Es ist also nur ein kleiner Minuspunkt an der Jacke. Schließlich trägt man einen Midlayer beim Wandern normalerweise ja auch über einem Funktionsshirt.

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Ein weiteres Manko der Peak Performance Rider Hoodie Jacke ist, dass sie nicht wasserabweisend ist. Das flache Gewebe auf der Außenseite hält den Wind zwar gut ab, Wasser kann aber eindringen. Hier kommt der Jacke wieder zu Gute, dass sie sehr schnell trocknet. Damit ist sie zwar für einen kurzen Regenschauer nicht so gut geeignet. Es ist aber auch nicht schlimm, wenn der Hoodie mal nass wird.

Insgesamt konnte mich die Jacke absolut überzeugen, was Wärmewirkung, Winddichte und natürlich Design angeht. Bei Regen zeigt die Jacke zwar eine Schwäche, ich sehe den Hoodie aber als perfekten Midlayer unter eine Hardshell-Jacke. Im Zwiebelprinzip wird sie in Zukunft unter der Peak Performance Mondo einen festen Platz haben. Auch am Berg nehme ich die Jacke gerne wieder mit in Verbindung mit einer dünnen wasserabweisenden oder -festen Jacke. Eine gute Option dafür wäre ein z.B. ein Peak Performance Windbreaker.

Die Peak Performance Rider Midlayer Jacke im Überblick

Winddichte
Wasserdichte
Bewegungsfreiheit
Passform
Packvolumen
Vielseitigkeit
Atmungsaktivität
Wärmewirkung 10 
Geschlecht Damen & Herren
Material 90% Polyester & 10% Elasthan; flaches Gewebe
Isolierung Fleece innen
Besonderheiten doppellagige Kapuze, schnelltrocknend
Passform normal, sportlich
Einsatzgebiet Wandern, Klettern, Alltag

Die Peak Performance Light Softshell Carbon Short im Test

Gestartet habe ich unsere Tour mit der kurzen Peak Performance Light Softshell Carbon Short. Bei den warmen Temperaturen war das sicherlich die richtige Entscheidung. Auch bei der Hose sind mir schon beim ersten Anschauen erste Details aufgefallen, die mir besonders gefallen haben. Neben dem schlichten Design war das vor allem die kleine Reißverschlusstasche am rechten Oberschenkel. In ihr kann man super Kleinigkeiten aufbewahren, die man öfters braucht und schnell zur Hand haben will. Auch mein Smartphone hat dort super reingepasst.

Außerdem hat die kurze Outdoorhose zwei recht tief geschnittene Taschen mit Reißverschluss. Dadurch können die Habseligkeiten in den Taschen nicht rausfallen. Das hat mich schon bei so manchen Sporthosen - auch im Outdoor Bereich - gestört, aber nicht bei der Peak Performance Short. Abgesehen von den drei erwähnten Taschen findet man auf der rechten Poseite eine zusätzliche Tasche, ebenfalls mit Reißverschluss.

Den Schnitt würde ich ähnlich wie bei der Jacke als normal bis sportlich beschreiben. Auch wenn die Hose an sich super gepasst hat, ist der Bund relativ weit geschnitten. Der leichte Gummizug am hinteren Teil des Bundes hat hier nicht ausgereicht. Damit die Hose so optimal sitzt werde ich einen einfachen Gürtel brauchen. Hier wäre es vielleicht noch sinnvoller gewesen den Gummizug entweder stärker oder länger zu machen.

Peak Performance Light Softshell Carbon Short Outdoor Marken Bekleidung im Test 2019

Die Hosenbeine gehen bei mir bis kurz oberhalb vom Knie. Für mich ist das die perfekte Länge. Hosen, die über das Knie gehen stören öfters mal bei größeren Schritten. Ich bekam die Peak Performance Short in der Farbe Blue Steel. Auch bei der Short erkennt man am Schnitt und den Farben, finde ich, den typischen Peak Performance Look. Die Hose ist, abgesehen von dem Bereich am Po, komplett in dem dunklen Blau gehalten. Hinten geht parallel von den Seitentaschen bis nach hinten ein schwarzes Feld.

Was bei der kurzen Hose aber ganz klar im Mittelpunkt stand, ist die Funktionalität. Die Peak Performance Light Softshell Carbon Outdoor-Short lässt hier keine Wünsche offen. Das Material ist super angenehm zu tragen, flexibel, windfest, wasserabweisend und gleichzeitig schnelltrocknend. Von allen Funktionen konnte ich mich auf unserer Test-Tour überzeugen und war von dem Material der Short wirklich begeistert.

Die Peak Performance Light Softshell Carbon Short im Überblick

Winddichte 10 
Wasserdichte
Bewegungsfreiheit
Passform
Packvolumen
Vielseitigkeit
Atmungsaktivität
Wärmewirkung
Geschlecht Damen & Herren
Material 88% Polyamid & 12% Elasthan
Besonderheiten Zippered leg pocket
Passform normal, sportlich, Bund relativ weit
Einsatzgebiet Wandern, Klettern & anderer Outdoor-Sport

Die Peak Performance Light Softshell Scale Outdoorhose im Test

Als es oben am Berg durch den Wind etwas kühler wurde, war ich sehr froh auf eine lange Hose wechseln zu können. Für den Test hatte ich die Peak Performance Light Softshell Scale Outdoorhose im Rucksack dabei. Die schwarze Outdoorhose hat genauso wie die Short eine praktische Tasche am Oberschenkel, die mit einem Reißverschluss geschlossen werden kann. Auch die beiden hand pockets sind mit einem Zipper versehen. Auch wenn es vielleicht nur ein kleines Extra ist, finde ich das sehr praktisch bei Outdoorhosen.

Abgesehen von den Taschen, hat die Hose ein weiteres nützliches Feature. Unten am Hosenbein hat Peak Performance jeweils einen Reißverschluss angebracht. Den kann man einerseits zur Lüftung hernehmen. Andererseits macht es die Öffnung auch leichter die Hose am Berg zu wechseln, sollte es z.B. zu warm werden. Zum Umziehen braucht man so nicht mal seine Wanderschuhe ausziehen. Zur Ventilation gibt es außerdem zusätzliche Reißverschlüsse an den Oberschenkelaußenseiten.

Der Schnitt der Hose ist eher eng anliegend wie eine Semi-Tight. Mir gefällt es super gut, wie die Hose sitzt. Auch die ersten Zweifel, ob dadurch die Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird, wurden schnell widerlegt. Die Peak Performance Light Softshell Scale lässt durch ihren Stretch-Anteil jede Bewegung zu. Egal ob weite Schritte, hohe Kanten oder beim Absteigen, die Hose geht jede Bewegung mit und ist zu keinem Zeitpunkt unangenehm.

Insgesamt sitzt die Hose sehr gut. Anders wie bei der Short hat bei der Scale auch der Bund super gepasst. Vielleicht lag das auch an dem etwas stärkeren Bund mit einem sogenannten "raw" Gummizug. Nach dem Aufbau, dem Schnitt und der Passform habe ich mir dann die Funktionalität angeschaut. Kurzes Fazit: Top!

Das Material ist ziemlich dünn, aber super robust. Außerdem ist es enorm atmungsaktiv. So konnte ich die Hose auch beim Abstieg anlassen, ohne dass es mir zu warm wurde. Auf der anderen Seite hatte der Wind aber keine Chance durch die Hose zu kommen.

Peak Performance Light Softshell Scale Outdoorhose Marken Outdoor Bekleidung im Touren Test 2019

Nachdem es beim Abstieg nicht mehr geregnet hat, habe ich die Hose einem Extrem-Test ausgesetzt. Mit meiner Wasserflasche goss ich einfach Wasser über die Hose, um zu sehen wie sie auf Feuchtigkeit reagiert. Das Ergebnis war super. Das Wasser perlte von der Hose ab und hielt die Beine trocken. Erst bei sehr viel Wasser auf einmal ging etwas Feuchtigkeit durch das Material. Regen kann der Hose also nichts anhaben, lediglich unter einen Wasserfall würde ich mich nicht stellen.

Allerdings ist die Hose, genauso wie die anderen Peak Performance Produkte, sehr schnell trocken. Es ist also überhaupt nicht schlimm, wenn die Hose tatsächlich mal nass werden sollte, da sich das nicht lange hält.

Besonders positiv fand ich, dass an der Außenseite der Knie und Innen an den Knöcheln die Hose extra verstärkt war. Hier hat Peak Performance beschichtete Punkte verarbeitet, um die stark beanspruchten Bereiche nochmal zu unterstützen. Bei meiner schwarzen Hose sind diese Punkte quasi unsichtbar, bei anderen Farben sieht man aber die laminierten Punkte deutlich.

Insgesamt fand ich die Outdoorhose super stark und für mich war sie das Highlight des Peak Performance Outdoor-Outfits. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass die Hose sich zum Klettern oder in Kombination mit einer langen Unterhose zum Skitourengehen eignet.

Die Peak Performance Light Softshell Scale Outdoorhose im Überblick

Winddichte 10 
Wasserdichte
Bewegungsfreiheit
Passform 10 
Packvolumen
Vielseitigkeit
Atmungsaktivität
Wärmewirkung
Geschlecht Damen & Herren
Material 88% Polyamid & 12% Elasthan
Besonderheiten Zippered leg pocket, Ventilations-Schlitze, verstärkte Bereiche an Knie und Knöchel
Passform Semi-Tight, sportlich
Einsatzgebiet Wandern, Klettern & anderer Outdoor-Sport

Fazit

Alles in allem war ich wirklich begeistert von meinem Peak Performance Outdoor-Outfit. Die Jacke sehe ich mehr als Hoodie bzw. Midlayer und weniger als Softshelljacke. Dafür ist sie von Wasserdichte und anderen Funktionalitäten einfach nicht ausreichend ausgestattet.

Nichtsdestotrotz gefällt mir die Rider Jacke super gut. Ich hatte sie seit unserem Test auch schon in der Früh auf dem Weg zur Arbeit an. Großes Plus in Design, Wärme und Vielseitigkeit!

Die Hosen fand ich beide sehr stark. Schade, dass der Bund bei der Short etwas zu weit war. Aber von der Funktionalität, die man am Berg braucht, sind beide top. Wie gesagt ist für mich die lange Scale Hose das Highlight des Outfits. Starker Schnitt, super Funktionalität und hoher Tragekomfort ist eigentlich alles, was ich mir von einer Outdoorhose wünsche.

Ich kann also getrost und ohne schlechtem Gewissen meine absolute Empfehlung für die Peak Performance Outdoor Produkte abgeben.