3,8 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren, 42,295 Kilometer Laufen- das steckt hinter dem Wort "Ironman". Der Dreikampf auf Spitzenniveau stellt für jeden großen Sportler eine Herausforderung dar.

Genau dieser Herausforderung, diesem Abenteuer sportlicher Höchstleistung möchte sich unser Keller Sports Pro Raphael M' Barek im nächsten Jahr in Hamburg stellen. Wir werden ihn auf seinem Weg dorthin begleiten und euch davon berichten, wie es dem Laufprofi dabei geht.

Angefangen mit dem Silversterlauf in München über mehrere Halbmarathon Läufe, sowie dem ein oder anderen Marathon bis hin zum Ironman am 13. August 2017. Wir verfolgen Raphael auf seinem Weg und geben Einblicke in seine Vorbereitung, während und nach den Läufen.

Außerdem berichten wir über weitere spannende Themen rund um den Fitnessprofi und seinen Bezug zum Sport. Dank unserem Partner Garmin wird Raphael zudem die Garmin Forerunner 735XT Bundle auf seinem Weg zum Ironman testen und uns nach einer ausreichenden Testphase von seinen Erfahrungen mit der multifunktionellen Triathlon Uhr berichten.

Zum Einstieg möchten wir euch Raphael in unserem kleinen Interview näher vorstellen und euch erzählen, wie er dazu gekommen ist, sich der Herausforderung "Ironman 2017" zu stellen. IMG_5767 - Kopie Raphael, wie ist deine Leidenschaft zum Sport entstanden und mit welcher Sportart fing alles an?

Ich erinnere mich daran, dass ich mit meinem Vater bereits joggen war, da war ich nicht älter als zehn. Vermutlich war ich seine lebende Ausrede, nur „kleine“ Runden drehen zu können.

Meine Freude für das Laufen im Sinne von längeren Distanzen kam wohl während meinem Studium in Österreich. Ohne Verein dort habe ich mir eine der zahlreichen schönen Strecken gesucht und bin los. Damals waren Distanzen um die 10 km meine größten bzw. weitesten Läufe – mit heutigem Blick darauf sehr amüsant.

Der Ursprung für meine Leidenschaft an sich liegt vermutlich in meinem ständigen Willen, „besser“ oder „schneller“ zu werden. Ich selbst bin hierbei jedoch mein Maßstab – mich selbst ständig zu schlagen und zu messen ist wohl einer der größten Antriebe.

Was bringt dich dazu nun ein Laufevent nach dem anderen zu machen und im nächsten Jahr den Ironman laufen zu wollen?

Die Teilnahme an Events begann als Student in Kopenhagen. Ich sah ein Werbeplakat in der Uni für den Marathon 2013 und habe mich angemeldet. Ich habe mir einfach alles angelesen, was ich finden konnte und habe versucht mich bestmöglich darauf vorzubereiten.

Ich denke, zu keinem anderen Zeitpunkt fühle ich mich so eng und bewusst „verbunden“ mit mir selbst. Ich spreche förmlich mit mir selbst – allerdings nonverbal. Vielmehr checke ich während einem Event ständig wie es mir geht, überprüfe meine Pace, spreche mir Mut und Kraft zu, oder verfluche mich für einen Moment und so weiter. Diesen Zustand konnte mir bis dato noch keine andere Aktivität liefern.

Was ist das Besondere für dich am Ironman?

Der Ironman hat seit jeher eine tiefe Faszination und Begeisterung in mir ausgelöst. Lange Zeit konnte ich mir kaum vorstellen, wie Menschen diese Herausforderung meistern können.

Aber ähnliche Gedanken hatte ich genauso damals bei einem Marathon – man wächst mit seinen Aufgaben und heute sehe ich mich dazu in der Lage den hierfür notwendigen Trainingsumfang meistern zu können und möglichst gut vorbereitet an den Start zu gehen in 8 Monaten. Was dann passiert, steht in den Sternen – aber das macht die Sache ja so aufregend.

Was war dein bisher größter Erfolg bei solchen Events?

Meinen ersten Sieg hatte ich dieses Jahr auf der Kurzdistanz und konnte bei einem Hamburger Charity Run den ersten Platz belegen. Bis dato habe ich zahlreiche Halb- sowie 4 Voll-Marathons absolviert.

In Hamburg hatte ich jedoch dieses Jahr meinen größten Erfolg und konnte endlich die 3 Stunden Marke knacken und bei 2:55 ins Ziel laufen. Doch viel wichtiger als diese Erfolge sind mir wie gesagt die persönlichen Dinge, die ich aus jedem Event mitnehme.

Gibt es eine bestimmte Zeit die du erreichen möchtest? Welche?

Mein größtes Ziel hier, die 3 Stunden Marke zu knacken, habe ich bereits geschafft. Aber es wird nie aufhören, die aktuelle Zeit zu toppen. Allerdings kommt man da langsam in die Situation, dass man mit diesem Trainingspensum nur noch kleinere Sprünge machen kann.

Sprich Zeiten um die 2:50 h oder sogar 2:45 h sind vielleicht noch möglich, alles darunter jedoch wird sehr sehr schwer zu erreichen sein. Deshalb konzentriere ich mich hinsichtlich bestimmten Zeiten eher auf die Kurzdistanzen wie 10 km.

Hier habe ich letztes Jahr die 39 Minuten Marke unterboten und mein Ziel für den Silvesterlauf 2017 liegt deshalb bei unter 38 Minuten – ein Traum wäre irgendwas mit 36 Minuten. Ein TRAUM!

Was macht dir speziell am Laufen Spaß?

Es ist für mich die reinste und natürlichste Form der Bewegung. Es liegt in unserer Natur und man benötigt für die Durchführung rein gar nichts. Die zeitlich und örtlich völlige Unabhängigkeit macht es unfassbar einfach, diesem Sport nachzugehen und ich kann es alleine oder im Laufteam erleben. Mit Sound in den Ohren oder ohne.

Ich kann die Intensität easy auf meine aktuelle Form und Stimmung abstimmen, kann die Route frei wählen oder zur Not aufs Band Indoor wechseln. Abgesehen davon stellt Laufen für mich die sinnvollste und effektivste Trainingsform für jedes Level und Alter dar. Welche andere Sportart kann das?

Verfolgst du eine bestimmte Ernährungsform? Wie sieht es mit Plätzchen und Weihnachtsschmaus aus?

Klar! Keine Plätzchendose ist sicher vor mir! Abgesehen davon bin ich großer Fan von gutem Essen. Und Süßigkeiten dürfen hier nicht fehlen. Grundsätzlich achte ich jedoch sehr auf meine Ernährung. Besonders in Hinsicht auf eine eiweißreiche und gemüsehaltige Zufuhr.

Was motiviert dich dazu dran zu bleiben und dein sportliches Ziel zu verfolgen?

Das ist eine gute Frage, deren Antwort sich weniger in Worten ausdrücken lässt. Es ist vielmehr ein sehr intensives Gefühl bzw. Drang nach Bewegung, Erschöpfung und Weiterentwicklung. Man kann es bildlich vielleicht mit meinem Labrador namens Feli vergleichen.

Wenn sie nicht täglich ihren Auslauf bekommt und sich einmal richtig austoben kann, wird sie unruhig und sehr anstrengend. Mir geht es dabei ähnlich – ich brauche eigentlich täglich diese Dosis an Bewegung und Anstrengung, sonst bin ich unausgeglichen und meine Laune wandert steil abwärts in Richtung Mittelpunkt der Erde.

Vielleicht ist es auch der Rausch an Endorphinen nach einer erschöpfenden aber gemeisterten harten Einheit? Ich behaupte allerdings, dass es nicht nur mir so geht. Vielmehr bin ich davon überzeugt, dass dieser Bewegungsdrang grundsätzlich in jedem von uns steckt – man muss ihn nur erkennen und zulassen.

Vielen Dank Raphael für den persönlichen Einblick in deine Motivation und deine Ziele. Wir freuen uns darauf, dich auf deinem Weg zum Ironman begleiten zu dürfen und euch ausgiebig darüber zu berichten. Für all die Läufe wünschen wir Raphael viel Erfolg! Auf eine viel versprechende Laufsaison 2017. IMG_0050