Vergangenes Wochenende starteten André und Roland aus unserem Keller Sports Team, sowie der Isar Run by Keller Sports in zahlreicher Erscheinung, beim Megamarsch 2017 in München und stellten sich mutig der Herausforderung 100 Kilometer in 24 Stunden nach Mittenwald zu laufen.

Roland aus unserem Keller Sports Team hat uns seine Erfahrungen zusammengetragen. Hat er es bis nach Mittenwald geschafft?

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"Los ging es am Gutshof Menterschwaige in München. Die ersten 15 Kilometer entlang der Isar waren super schön. Bei herrlich sonnigem Wetter, 20 Grad und guten Wegen waren wir von Anfang an flott unterwegs. Mit uns machten sich circa 1000 weitere abenteuerlustige Teilnehmer auf nach Mittenwald. Dann ging es weiter auf dem Jakobsweg bis zum ersten Versorgungspunkt nach 22 Kilometern. Hier haben wir nur kurz angehalten, uns mit Energieriegeln, Bananen und Wasser aufgefüllt und sind weiter Richtung Wolfratshausen gegangen.

Die Rucksäcke, mit denen uns The North Face für den Megamarsch ausgestattet hatte, boten dafür viel clever eingerichteten Stauraum, den wir bis obenhin ausgereizt haben. Sie saßen auch vollgepackt mit Proviant, Schuhen und Kleidung immer noch angenehm, ohne zu verrutschen oder zu drücken.

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Nach ca. 30 Kilometern sind wir hinter Gelting an einer Party irgendwo im Wald vorbeigekommen und hatten für ein Paar Kilometer ganz guten Electro der von dort rüberkam. André und ich haben dann beide schon relativ früh gemerkt, dass die Muskulatur langsam anfängt zu zwicken. Die letzten 10 Kilometer bis zum zweiten Versorgungspunkt in Faistenberg bei Eurasburg (42km) gingen dann aber ganz gut. Um kurz nach 12 sind wir dort angekommen. Hier haben wir uns nochmal gestärkt, Vorräte eingepackt und sogar erfahren, dass von dort ein Bus nach Wolfratshausen fährt. Nach kurzem Überlegen haben wir uns aber entschlossen die nächsten 20 Kilometer bis Kochel auf jeden Fall noch mitzunehmen.

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Da wir bis dahin sehr viel auf Asphalt unterwegs waren haben wir uns aber entschlossen unsere wasserdichten Hikingschuhe gegen Runningschuhe zu tauschen. Das hatte sich dann später allerdings als schlechte Entscheidung herausgestellt. Hier konnten wir, aufgrund der fallenden Temperaturen auch zum ersten Mal die Apex Flex, die uns The North Face für den Megamarsch zur Verfügung gestellt hatte, aus den Rucksäcken holen. Die Jacke überzeugt uns beide mit ihrer Passform und der hochwertigen Verarbeitung.

Wir haben uns weiter auf den Weg nach Kochel und der dritten Versorgungsstation gemacht. Nach ein paar Kilometern konnten wir die Vorzüge der The North Face Apex Flex dann unter Extrembedingungen testen. Es begann relativ stark zu regnen und wir waren innerhalb von Minuten komplett durchnässt. Abgesehen vom Oberkörper und unseren Rucksäcken. Hier hat die Apex wirklich gehalten, was die GoreTex Membran verspricht. An dem Punkt haben wir dann die Entscheidung unser Schuhwerk zu tauschen bereut, nun standen wir in klitschnassen Runningschuhen in Maxkon, in der Nähe von Penzberg (ca. 50 Kilometer). Wir gegen 3 Uhr in einer Bushaltestelle Unterschlupf finden und unsere durchnässten Runningschuhe gegen die Hikingschuhe die wir im Gepäck hatten tauschen. Der Wechsel hat dann leider dazu geführt dass, zumindest ich, mit geschwollenen Füßen in den Schuhen standen und wir beschließen mussten die 3,5  Kilometer zum Penzberger Bahnhof als die letzten für den diesjährigen Megamarsch in Angriff zu nehmen.

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Diese letzte 3,5 Kilometer waren dann auch die härtesten des ganzen Marsches und wir kamen dementsprechend platt am Penzberger Bahnhof an. Nach 4 Stunden im Dauerregen war für uns um 4.30 Uhr nach 55 Kilometern Schluss. Obwohl wir enttäuscht waren, nicht noch mindestens bis zum dritten Versorgungspunkt in Kochel zu kommen, sind André und ich uns einig, dass das nicht unser letzter Versuch beim Megamarsch war und wir mit den Erfahrungen aus diesem Jahr und etwas Vorbereitung, nächstes Jahr wieder dabei sind und uns auf jeden Fall noch steigern können."

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