Die US Open beginnen in Kürze – eine gute Gelegenheit, um einen Blick auf die Vorbereitungsphase der Stars zu werfen.

Typisch für die Vorbereitung sind mehrwöchige Trainingslager – so wie es in den meisten kompetitiven Sportarten die Regel ist – die vor allem dazu dienen, sich auf die hohe Intensität eines Turniers vorzubereiten und sich auch mental auf die bevorstehende Herausforderung einzustimmen.

Aber anders als vielleicht erwartet spielen nicht alle Stars ausschließlich Tennis! Yoga und Pilates stehen bei vielen Spielern hoch im Kurs und auch allgemeines Stretching erhält einen hohen Stellenwert.

Doch wie trainieren einzelne Profispieler wie Rafael Nadal oder Victoria Azarenka? Wie bereiten sie sich auf einen Grand Slam vor?

So trainiert Rafael Nadal


Okay, Nadal wird dieses Jahr leider nicht bei den US Open antreten, nichtsdestotrotz zählt er weltweit zu den fittesten Spielern.

Er spielt vor einem großen Turnier mehrere Stunden Tennis am Tag, legt jedoch auch großen Wert auf Krafttraining (am liebsten mit Kabelzug-Maschinen, um durch die Vielzahl möglicher Übungsvariation sämtliche Muskeln zu beanspruchen) und vor allem seine Beweglichkeit. Tägliches Dehnen gehört zu seiner festen Routine, hierbei hilft ihm sein Physiotherapeut. Dazu mischt er Koordinationseinheiten mit Sprint- und Cardioeinheiten und arbeitet gezielt an seiner Bein- und Fußarbeit.

Nicht unwichtig sind auch die Unterschiede in der Vorbereitung je nach zu spielendem Belag. Wimbledon ist zum Beispiel berüchtigt für flach abprallende Bälle, da legt Nadal seinen Fokus vor allem auf die unteren Extremitäten während er die Arme quasi überhaupt nicht zusätzlich trainiert.

So trainiert Roger Federer


Roger Federer legt Wert auf eine Kombination verschiedener Trainingsansätze. So trainiert er unter anderem seine Muskulatur mit Hilfe von Gewichten und seine Koordination und Flexibilität anhand von elastischen Bändern. Zur Steigerung seiner Kraft setzt er auf Übungen wie seitliche Ausfahlschritte mit einer Drehung oder aber auch auf das Zuwerfen von Bällen und Medizinbällen aus einer längeren Entfernung.

In einem Interview mit Wilson spricht er über seine Erfahrungen aus den vergangenen Jahren, die Zeit direkt vor einem wichtigen Match und seine mentale Einstellung:

So trainiert Novak Djokovics


Neben einer Gluten-freien Ernährung bereitet sich Novak Djokovic besonders gerne in Höhenlagen auf wichtige Turniere vor, so wie es auch Läufer oder Radfahrer gerne tun um die Bildung roter Blutkörperchen zu stimulieren, die den Körper mit Sauerstoff versorgen (und von Kohlendioxid befreien).

Djokovic trainiert dabei unter anderem lange Läufe oder aber auch ganze Spiele in Höhenlage. Weiterhin arbeitet Novak Djokovic in seiner Vorbereitung auf ein Grand Slam Turnier mit elastischen Bändern um seine Flexibilität zu steigern – kommt uns irgendwie bekannt vor…!?

So trainiert Victoria Azarenka


Tennis Profi Viktoria Azarenka bereitet sich ebenfalls mit einer Mischung aus Fitness, Kraft und Koordinationsübungen auf ein anstehendes Turnier vor. Auch sie achtet dabei sehr auf Ihre Fußarbeit, bspw. durch das Umlaufen von zuvor aufgestellten Hütchen in verschiedene Richtungen.

Die Besonderheit: bei der Ausführung der Übung hat sie zu jeder Zeit Ihren Schläger in der Hand! Dazu trainiert sie mit elastischen Bändern um Ihre Beweglichkeit zu verbessern und die Explosivität in der Ausführung Ihrer Schläge zu stärken. Einige ihrer Übungen werden auf tennis.com vorgestellt (Artikel in Englisch).

Zudem spielt Victoria Azarenka zwischen ihren regulären Trainingsintervallen auch mal Volleyball oder geht Schwimmen.

So trainiert Andrea Petkovic


Deutschlands bekannteste Tennisspielerin Andrea Petkovic gilt als „Fitness versessen“. Früher soll Sie bis zu 6 Stunden am Tag trainiert haben, letztendlich wurde ihr das jedoch nach einiger Zeit zum Verhängnis und die Verletzungen häuften sich. Heute trainiert Sie daher nicht mehr ganz so exzessiv.

Für ein anstehendes Grand Slam Turnier bereitet sich Andrea Petkovic in Ihrem Trainingslager in Offenbach vor. Hier legt Sie den Fokus auf verschiedene Kardiovaskuläre Übungen (das Ziel hierbei ist, den Puls über einen langen Zeitraum hoch zu halten, was vor allem bei einem langandauernden Tennismatch von enormer Bedeutung ist) sowie Kraft und Stabilitätsübungen.

Desweiteren führt Sie täglich mit Ihren Trainern einen tennisspezifischen Übungszirkel durch, bestehend aus 4 Minuten Vollbelastung und Sprints, welche mit kurzen Pausen mehrmals wiederholt werden. Ein abschließendes Cooldown rundet ihr Training ab.

Fazit: Training ganz individuell


Zwar gibt es einige Parallelen im Training der Tennisprofis – wir denken da an das Elastikband (sogenannte „Resistance Bands“) – insgesamt ist die Vorbereitung auf ein großes Tennis-Turnier jedoch so individuell wieder jeder einzelne Spieler.

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