Laufen ist einfach. Jeder kann damit anfangen. Es ist immer und überall möglich und ihr benötigt so gut wie kein Equipment – mal abgesehen von den passenden Laufschuhen.

Manche Outdoor Sportler zieht es eher auf den schnellen Asphalt während andere sich gerne in der freien Natur abseits des Trubels der Stadt auspowern. Egal, ob beim Urban Running oder dem Trailrunning – auf den richtigen Strecken haben beide Varianten viel zu bieten.

Ist euch die übliche Laufrunde zu langweilig geworden, versucht es doch einmal mit etwas Abwechslung. Es muss nicht immer der Stadtpark oder dieselbe Runde direkt vor der Haustür sein, sowohl Großstädte als auch kleine Dörfer sind abwechslungsreicher als ihr vielleicht denkt. Trails Run vs Road Runner - Läufer auf Straßen vs Runners im Terrain

1. Trailrunning


Trailrunning ist mehr als Laufen in der Natur. Der besondere Aspekt der Freiheit rückt zunehmend in den Fokus, sodass sich immer mehr Menschen für die etwas andere Art des Joggens begeistern.

1.1. Was ist Trailrunning?


In den letzten Jahren haben sich Trailruns vom Hype zum etablierten Sport entwickelt. Seit dem Jahr 2015 erkennt der Weltleichtathletikverband Trailruns sogar als eigene Sportdisziplin an.

Aber ab wann zählt Laufen eigentlich als Traillauf? Sobald ihr die Straße verlasst, seid ihr Trailrunner. Dies kann im Park, auf Waldwegen, abseits gekennzeichneter Wege oder sogar in alpinem Gelände sein. Die Anforderungen an die Schuhe sind dabei sehr unterschiedlich, der Großteil der Trailrunning-Begeisterten bewegt sich allerdings auf mehr oder weniger befestigten Wegen.

1.2. Vor- und Nachteile des Trailrunnings


Pros:


Das Trailrunning ist extrem abwechslungsreich. Besonders bei Läufen auf neuen Strecken könnt ihr die schöne Umgebung bewundern und habt kaum noch das Gefühl, dass das Laufen lediglich als Training dient.

Unebene Untergründe erfordern sehr viel mehr Ausgleichsmuskulatur und beanspruchen eure Sehnen und Bänder. Trailruns sind daher das optimale Training für eine bessere Balance und schulen eure Reaktionsfähigkeit.

Cons:


Besonders für Laufanfänger kann sich die Belastung allerdings auch als Nachteil herausstellen, da die Verletzungsgefahr auf unsicheren Wegen erhöht ist. Der erste Trailrun sollte euch daher nicht unbedingt in extremes Gelände führen.

Da ihr im Gelände stets etwas wachsamer als beim Joggen auf asphaltierten Wegen sein müsst, fällt es dem einen oder anderen etwas schwerer, den Kopf frei zu kriegen. Wohnt ihr im Innenstadtbereich, sind die Outdoor Trailruns aufgrund der Anfahrt meist aufs Wochenende begrenzt. Trail Run vs Road Runner - Marathon Läufer auf Straßen vs Adventure Runners im Terrain

1.3. Die richtige Ausrüstung macht den Unterschied


Wenn ihr euch ins offene Gelände wagt und das echte Outdoor Feeling sucht, ist die passende Ausrüstung ein Muss. Eure Trailrunning Schuhe benötigen deutlich mehr Grip und Stabilität als ein Straßenlaufschuh, damit ihr auch auf unebenem Gelände nicht allzu leicht abrutscht oder umknickt.

Mit einer leichten Regenjacke seid ihr auch bei einem plötzlichen Wetterumschwung in den Bergen bestens ausgerüstet. Für die etwas weiteren Trailruns, bei denen ihr die Halb- oder sogar die komplette Marathondistanz hinter euch lasst, denkt an einen Rucksack, eine Trinkblase sowie eine Stirnlampe, falls es doch mal etwas später wird.

2. Urban Running


Spielerisch die Stadt entdecken, neue Orte und nette Leute treffen oder einfach nur die frühen Morgenstunden ausnutzen, um vor der Arbeit noch eine Runde zu joggen – so sieht es aus, das moderne Urban Running. Trail Run vs Road Runner - Läufer auf Straßen vs Runners im Terrain

2.1. Was ist Urban Running?


Fürs Laufen benötigt ihr keine freien Flächen, den Wald vor der Haustür oder jede Menge Platz. Vielmehr bietet das Laufen auf Asphalt zahlreiche Vorteile, die ihr nicht unterschätzen solltet.

Das Urban Running macht sich die natürliche Bewegung der ältesten Sportart der Welt zunutze, um die eigene Gegend zu erkunden und gleichzeitig fit zu werden oder zu bleiben.

2.2. Vor- und Nachteils des Urban Runnings


Pros:


Der riesige Vorteil bei Urban Running liegt in der Einfachheit. Jeder kann direkt vor der Haustür loslegen und muss nicht auf die Outdoor Aktivität verzichten. Ihr verschwendet keine Zeit mit Fahren, sondern könnt euch ganz aufs Laufen konzentrieren, sodass das Urban Running auch neben dem Arbeitsalltag kein Problem darstellt.

Ganz nebenbei erhaltet ihr beim Vorbeilaufen einen völlig anderen Blick auf euer Stadtviertel und die nähere Umgebung.

So lässt sich schnell manch ansonsten leicht übersehene bezaubernde Ecke entdecken.

Cons:


Aufgrund der asphaltierten Straßen ist die Belastung, die auf eure Gelenke wirkt, erhöht. An der einen oder anderen Stelle erschweren euch Ampeln und der Straßenverkehr einen flüssigen Laufstil, es sei denn, ihr plant euren Weg sehr genau.

Auch die Stadtluft ist weniger gut als beim Trailrunning, allerdings freuen sich eure Lungen dennoch über einige tiefe Atemzüge, um den Körper in Bestform zu bringen. Trail Run vs Road Runner - Läufer auf Straßen vs Cross Runners im Terrain

2.3. Mit der passenden Ausrüstung durch den Großstadtdschungel


Wie bei allen Outdoor Aktivitäten gilt, dass die Ausrüstung zu euch passen muss. Für den harten Straßenbelag ist eine bessere Dämpfung nötig, während unnötiger Grip euch in der Innenstadt nur langsamer macht.

Achtet auf lockere Kleidung und je nach Training und Fitnesszustand auf Kompressionskleidung, um der härteren Belastung entgegenzuwirken.

3. Allgemeine Tipps für Laufanfänger- und Fortgeschrittene


Möchtet ihr das Trail- oder Urban Running erst einmal austesten, benötigt ihr nicht allzu viel. Mit den passenden Schuhen kann es schon losgehen. Sobald euch das Laufen in den Bann gezogen hat, erweitert sich euer Equipment ganz automatisch.

Fangt nicht sofort mit Tempoläufen oder großen Distanzen an, sondern gebt eurem Körper Zeit, sich langsam an die neue Belastung zu gewöhnen. Trainingsfortschritte macht ihr so fast von selbst.

Nutzt die ersten Minuten jedes Laufs, um die Muskeln aufzuwärmen und in Schwung zu kommen. Gas geben könnt ihr später immer noch.

Bereitet euch bei Outdoor Läufen gut vor. Schaut euch die Route vorher an, nehmt etwas zu trinken mit und setzt euch kleine Ziele, die ihr schrittweise erweitern könnt. So bleibt der Spaß am Laufen auch auf lange Sicht erhalten.

Eine exzellente Möglichkeit für alle Anfänger ist das gemeinsame Training. Fällt es euch schwer, euch aufzurappeln, sucht euch Gleichgesinnte und erkundet gemeinsam die Stadt oder später auch den nächstgelegenen Berggipfel. Urban Running vs. Trailrunning Laufen in der Gruppe Tipps

4. Urban Running vs. Trailrunning – wer gewinnt den Vergleich?


Das Fazit fällt gemischt aus. Bessere Luft und eine Schonung der Gelenke sind zwar klare Pluspunkte beim Trailrunning. Allerdings könnte es für viele Stadtmenschen schwierig werden, die Zeit zu finden, um einen Ausflug zu machen.

Probiert am besten beides einmal aus, um euch ein eigenes Bild zu machen. Jeder findet seine bevorzugte Laufart oder wechselt von Zeit zu Zeit die Schuhe für die neue Erfahrung.

Natürlich müsst ihr auch in der Stadt nicht ganz aufs Gelände verzichten. Wie wäre es mit Urban Trail Running? Bei diesem Trend verbindet ihr Stadtelemente mit der Natur. Ihr überquert Straßen, sprintet durch den Park oder lauft die Stufen entlang, um das gemütliche Laufen etwas aufzupeppen.