Die am meisten verwendeten Beläge sind Roter Sand (Ziegelmehl oder spezieller Tennissand), Kunst- oder Naturrasen (oft aufgefüllt mit Sand), Kunststoffbeschichtung auf Betonböden – sogenannte Hartplätze – sowie Kunststoffgranulat und Teppich (meist in der Halle). Von den vier Grand Slam Turnieren werden zwei auf „Hardcourts“ gespielt (Melbourne und New York), eines auf Sand (Paris) und einer auf Rasen (London). Dieser Umstand ist mit dafür verantwortlich, dass die Profis quasi bei jedem Turnier ein anderes Paar Schuhe tragen, denn „Universalschuhe“ gibt es im Tennissport nicht wirklich. Die verschiedenen Untergründe haben ihre Eigenheiten, sodass auch die Schuhe dahingehend optimiert werden müssen. Wir erklären die Unterschiede.  

Sandplatzschuhe

Sandplatzschuhe haben eine widerstandsfähige Sohle (nicht selten mit Michelin- oder Continental-Gummi, wie wir es sonst nur von Automobilen kennen) und ein feines Profil, meist mit Fischgrätmuster (siehe Bild) um den nötigen Grip zu gewährleisten. Gleichzeitig ist das Material witterungsbeständig und einige Hersteller verstärken speziell die Zehenbox um der mechanischen Belastung durch Rutschbewegungen standzuhalten und den Fuß zu schützen.   Asics GEL-Resolution 5 Clay

Tennisspielen auf Hartbelag und Rasen

Für das Spielen auf Hardcourts oder Rasen eignen sich sogenannte „All Court“ Tennisschuhe. Auch sie sind sehr robust verarbeitet und haben eine langlebige Gummisohle, kommen oft auch mit Fischgrätmuster (oder einer Mischung, siehe Bild unten) und einem griffigen Profil. Einige Hersteller bieten zudem spezielle Modelle für Kunstrasenbeläge an.   Adidas Adipower Barricade 8 (Novak Djokovic Collection)  

Indoor-Tennisschuhe

In Tennishallen mit Teppichboden sind spezielle Indoor-Schuhe die beste Wahl, die zum einen das Qualitätsmerkmal „non-marking aufweisen, also keine Streifen hinterlassen (daher sind die Sohlen meist farblos) und zum anderen eine glatte Sohle, sprich ohne Profil, besitzen. Das schont einerseits den Boden, da sich im Profil von Outdoor-Tennisschuhen Dreck und Steine festsetzen können, andererseits minimiert es das Verletzungsrisiko durch Umknicken im Sprunggelenk, weil der Schuhe nicht rutscht. Die etwas weichere Sohle sorgt gleichzeitig für mehr Grip.   Wichtig ist vor allem die Unterscheidung zwischen Indoor- und Outdoor-Tennisschuhen. Für Hobbyspieler reicht es meistens aus, zwei unterschiedliche Paare zu besitzen, da ist ein dritter Allrounder nicht zwingend erforderlich. Wer regelmäßig auf allen Belägen spielt sollte sich jedoch entsprechende Schuhe zulegen, denn spätestens der Verschleiß macht einen Neukauf eher früher als später unumgänglich ;-)