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adidas

DREI STREIFEN AUS EINER FRÄNKISCHEN KLEINSTADT

Heutzutage finden wir den Slogan "die Weltmarke mit den drei Streifen" auf vielen Adidas-Produkten. Dabei fing Adi Dassler, wie viele andere spätere Global Player ganz klein an, in einer unscheinbaren Stadt in Franken: Herzogenaurach. Anfang der 1920er tüftelte Adi noch in der heimischen Waschküche herum, sein Bruder Rudolf unterstützte ihn dabei. Besonderer Fokus galt Sportschuhen, die sich an den Fuß des Trägers anpassen sollten. Die beiden ergänzten sich perfekt. Adi galt seit jeher als Entwickler, Rudolf kam mit Verkaufstalent daher. Das Resultat: Die Herstellung und der Vertrieb von hochwertigen Schuhen, vor allem für Leichtathleten. Ein Paar davon ließen den legendären US-Amerikaner Jesse Owens bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin viermal zu Gold laufen. Die Geburtsstunde eines großartigen Werdegangs. Nach dem Zweiten Weltkrieg gerieten Adi und Rudolf in großen Streit, entzweiten sich nachhaltig. Adi gründete Adidas, Rudolf ein paar Meter weiter PUMA.

AUF EINEN BLICK

  • Gründungsjahr: 1949
  • Firmengründer: Alfred "Adi" Dassler
  • Firmensitz: Herzogenaurach (Bayern), Deutschland
  • Zahl der Mitarbeiter: über 60.000
  • Jährlicher Umsatz: rund 20 Mrd. EUR
  • Webseite: adidas.de
  • Sportarten: Running, Outdoor, Training, Tennis

GUTE GRÜNDE FÜR ADIDAS

  • Technologie: Adidas steht für Innovation. Vom Stollenfußballschuh bis zur modernen Boost- und Techfit-Technologie setzt Adidas Maßstäbe.
  • Auszeichnungen: Laut einer Studie des Magazins Focus ist Adidas der beste Arbeitgeber in ganz Deutschland.
  • Umweltschutz: Zuletzt setzte Adidas eine Kampagne gegen die Ozean-Verschmutzung fort, indem man Trikots aus Meer-Plastikmüll herstellte.


DER WUNDERSAME AUFSTIEG

Die drei Streifen hatten nicht nur bei Olympia abgeräumt, sie säumten mittlerweile - Mitte der 1950er Jahre - eine beträchtliche Bandbreite an Sportschuhen. Fußball, Tennis, Leichtathletik. Notiz davon nahm die Welt aber erst 1954, als die deutsche Fußball-Nationalmannschaft um Trainer Sepp Herberger und die Helden Fritz Walter, Helmut Rahn sowie Toni Turek sich in der Schweiz sensationell den WM-Titel sicherte. Ein unglaublicher Sieg, der als Wunder von Bern in die Geschichte eingehen sollte. Das DFB-Team hatte die damals als quasi unbesiegbar geltende Mannschaft aus Ungarn geschlagen - in ungewöhnlichen Schuhen mit innovativen Schraubstollen und markantem Merkmal: Drei genähten Streifen. Adidas war plötzlich der Herrscher über die Fußballplätze dieser Welt und es war das eingetreten, was Adi Dassler immer wollte: "Unsere Schuhe müssen immer als Adidas-Schuhe zu erkennen sein."

DES KAISERS NEUE KLEIDER

Die Redewendung: "Irgendwann entwächst man den Kinderschuhen" nahm Adi Dassler offenbar wörtlich. Denn 13 Jahre nach dem Fußballwunder in der Schweiz begannen die Schuhspezialisten aus Franken plötzlich, auch Sportkleidung herzustellen. Das bekannteste Testimonial zu dieser Zeit war kein Geringerer als der heutige Kaiser höchstpersönlich: Franz Beckenbauer ließ sich im ersten Trainingsanzug ablichten. Der Slogan: "Neuheit - weltberühmt durch Qualität. Adidas." Die Ausdehnung der Produktrange brachte Adi Dassler und seinen Mitarbeitern noch mehr Bekanntheit ein. Von da an steckte sich Adidas die Grenzen nur noch selbst.

DIE DREI BLEIBT TRUMPF

Mit Wachsen der Bekleidungssparte entwickelte die Marketingabteilung der Franken ein neues Logo, das die drei Streifen nicht ersetzte (warum sollte man Altbekanntes und Altbewährtes tauschen), aber in der Folge nicht minder berühmt wurde. Das Dreiblatt, das heute auf den Freizeitkollektionen, den Adidas-Originals, zu finden ist. Ursprünglich schmückte das Dreiblatt aber die Kleidung der Profisportler, wurde zu den Olympischen Spielen 1972 ins Leben gerufen. Es soll den olympischen Geist symbolisieren, die drei Kontinentalplatten darstellen, um zu signalisieren: Eine Welt im Wettkampf vereint.

In der Zwischenzeit hatte sich Adidas noch breiter aufgestellt, ja zum Multisportspezialisten avanciert. Reinhold Messner erklomm in Adidas-Schuhen 8000er um 8000er, Turner/innen erturnten sich Höchstwertungen, während Läufer und Fußballer ihrer Lieblingsmarke treu blieben. Weil Adidas weiterentwickelte und forschte, seinen Sportlern, egal, ob Hobbyjogger oder Vollblutprofi nur das beste Material zur Verfügung stellte, trug irgendwann jeder - von Tokio bis Kalifornien, von Norwegen bis Südafrika - die drei Streifen am Körper, an den Beinen oder Füßen.

ER LÄUFT UND LÄUFT UND LÄUFT

Adidas spezialisierte sich weiter auf sein Kerngeschäft: Schuhe. Die wohl bekannteste Technologie, die jeder Sportler mit den Herzogenaurachern in Verbindung bringt, ist die "Boost-Technologie". Gemeinsam mit dem Chemiekonzern BASF entwickelten die Dassler-Erben ein neues Dämpfungsmaterial aus synthetischen TPU-Kügelchen, die Deine Energie speichern und wieder freigeben. Sag auf Wiedersehen zu unnötiger Energieverschwendung, sobald Du Adidas-Laufschuhe trägst, kannst Du Dich auf das Wesentliche konzentrieren: Deinen Lauf. Natürlich musst Du auch am Körper nicht auf Adidas verzichten, bietet der Hersteller doch eine riesige Auswahl an Shirts, Shorts, Jacken und Pullovern. Allesamt mit der berühmten climalite-Technik ausgestattet, die Dir ein komfortables Tragegefühl bieten. Im Sommer bleibst Du mit climacool-Produkten kühl im Kopf und am Körper, im Winter sorgt climaheat dafür, dass Du den Wald und die Straße unsicher machst, ohne Dich um die äußeren Bedingungen scheren zu müssen.

GEH AN DEINE GRENZEN

Da Adidas schon immer die Zeichen der Zeit erkannt hat, verpasste der Sport-Gigant selbstverständlich auch den Fitness-Hype nicht und lässt Dich auch im Studio nicht allein. Bekleidung mit der innovativen Techfit-Technologie unterstützt Dich beim Muskelaufbau oder Cardio-Training. Die Shirts sitzen wie eine zweite Haut, transportieren den Schweiß vom Körper weg und halten Dich stets angenehm kühl. Neben Kleidung fürs Studio hat Adidas natürlich auch Schuhe im Sortiment, die beim Workout mit der nötigen Flexibilität aufwarten und dennoch im Mittelfußbereich für Stabilität sorgen.

IMPOSSIBLE IS NOTHING

Brachte man Adidas bis weit in die 1980er Jahre hinein ausschließlich mit Sport in Verbindung, änderte sich die Wahrnehmung mit einem Song der amerikanischen Hip-Hop-Pioniere Run DMC, die in "my adidas" auf die Situation der Menschen in sozialen Brennpunkten hinwiesen und bei einem Konzert ihre Adidas-Sneaker in die Luft hielten. Die Konzertbesucher taten es ihnen gleich - und die einst kleine Schuhschmiede aus Franken war urplötzlich auch auf der Straße angekommen. Mit dem zeitlosen Modell Adidas-Superstar beispielsweise setzte man völlig neue Maßstäbe. Bis heute erfreut sich der Superstar großer Beliebtheit.

Anfang des neuen Jahrtausends setzte Adidas vermehrt auf das Segment der Streetwear, engagierte dafür bekannte Modedesigner wie Yoji Yamamoto oder Stella McCartney. 2004 sorgte das Unternehmen für Aufsehen, als es seine bekanntesten Vertragspartner für eine Kampagne über Probieren, Scheitern und Weitermachen mobilisierte. David Beckham oder Box-Ikone Muhammad Ali erzählten ihre Geschichte und vermittelten: "Impossible is nothing - nichts ist unmöglich". Ein Motto, das von Adi Dassler selbst hätte stammen können.

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