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Preisvergleich: So viel kosten WM-Tickets

Einmal als Zuschauer bei einer Weltmeisterschaft dabei sein. Ganz gleich ob Fußball oder Leichtathletik, wohl kaum ein Sportfan würde es ausschlagen, seiner Nationalmannschaft im Stadion zuzujubeln. Weltmeisterschaften sind das wichtigste Turnier im sportlichen Veranstaltungskalender. Wenn die besten Athleten in den Wettkampf gehen und die besten Mannschaften gegeneinander spielen, übt dies eine Faszination aus wie kein anderes Sportevent.

Doch wer bei einer Weltmeisterschaft dabei sein will, muss in der Regel tief in die Tasche greifen. Stadionticket, Anreise, Unterkunft und Verpflegung kosten richtig Geld, denn zumeist ist die Nachfrage groß und das Angebot knapp. Nur mit viel Glück erlebt man eine Weltmeisterschaft im eigenen Land, wie bei der Fußball-WM in Deutschland im Jahr 2006 oder der Leichtathletik-WM in Berlin im Jahr 2009.

Für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 wurden zwar insgesamt 2,45 Millionen Tickets verkauft, aber leicht zu haben waren sie dennoch nicht. In verschiedenen Verkaufsrunden gingen die Eintrittskarten für Vorrundenspiele und die K.O.-Runden teilweise per Zufallsprinzip an interessierte Fußballfans. An WM-Tickets für die Leichtathletik zu kommen, war zuletzt nicht weniger anspruchsvoll. Das Hayward Fields Stadion in Eugene, Oregon (USA), wo die Wettkämpfe 2022 an zehn Tagen stattfanden, bot Platz für weniger als 25.000 Zuschauer pro Tag. Die Leichtathletik mit ihren 47 Disziplinen hat aber Millionen Fans - allein in den USA.

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So teuer sind Tickets für die Fußball-WM

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar gilt schon jetzt als die teuerste WM aller Zeiten. Der Neubau von sechs Stadien und die vollständige Renovierung zwei weiterer Arenen des Landes sollen rund drei Milliarden US-Dollar gekostet haben. Deutlich mehr Budget floss in den Ausbau der Infrastruktur der Hauptstadt Doha, etwa in Transportwege und den Umbau des internationalen Flughafens. Kaum verwunderlich, dass die Weltmeisterschaft in Katar auch die WM mit den teuersten Tickets im Schnitt ist. Besitzer der raren Eintrittskarten zu den begehrten Spielen haben durchschnittlich 337 Euro ausgegeben, um dabei zu sein. Mit großem Abstand am teuersten sind natürlich die Tickets für das Finale, die im Schnitt 805 Euro gekostet haben.

Die mit Abstand erschwinglichste Fußball-Weltmeisterschaft der letzten zwanzig Jahre war dagegen die WM 2006 in Deutschland. Passend zum Motto “Die Welt zu Gast bei Freunden” wurden die Stadiontickets offenbar zum Freundschaftspreis angeboten. Im Durchschnitt kostete eine Karte für die Spiele schmale 147 Euro. Selbst Tickets für das Finale zwischen Italien und Frankreich im Berliner Olympiastadion, vor 69.000 Zuschauern, waren mit im Schnitt rund 325 Euro pro Sitzplatz erstaunlich günstig.

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Fußball-WM Datentabelle

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So teuer sind Tickets für die Leichtathletik-WM

Kaum eine andere Sportart sprengt die Grenzen dessen, was der menschliche Körper leisten kann, so regelmäßig wie die Leichtathletik. Unter dem Motto “Schneller, höher, weiter" stehen die 47 Disziplinen der Leichtathletik für das Übertreffen der eigenen Leistung und das Überbieten der Konkurrenz im Wettbewerb. Leichtathleten trainieren, um Rekorde zu brechen und neben den Olympischen Spielen bieten Weltmeisterschaften die perfekte Bühne, um die beste Leistung zu liefern.

Wer als Zuschauer dabei sein will, hat in der Regel alle zwei Jahre die Chance, eine Leichtathletik-Weltmeisterschaft zu verfolgen. Schon im August 2023 treffen sich die besten Leichtathleten der Welt in Budapest, um im Wettkampf gegeneinander anzutreten. Es ist zu erwarten, dass Zuschauertickets durchaus erschwinglich sein werden, wie ein Rückblick auf die Ticketpreise aller Weltmeisterschaften seit 2001 in Edmonton zeigt. In den letzten zwei Jahrzehnten hat das Tagesticket für das Stadion während der Weltmeisterschaft durchschnittlich 45 Euro gekostet. Lediglich die WM 2007 in Osaka war mit 56 Euro pro Platzkarte wesentlich teurer, aber immer noch günstig im Vergleich zu Tickets für die Fußball-WM.

Zum Zeitpunkt der Untersuchung (November 2022) steht der Ticketverkaufsstart für die Leichtathletik-WM in Budapest noch bevor. Ticketpreise wurden offiziell noch nicht genannt. Preistechnisch bewegten sich die europäischen Leichtathletik-Weltmeisterschaften rückblickend zwischen 31 Euro und 53 Euro für ein Tagesticket im Stadion. Es ist zu erwarten, dass sich das Zuschauerticket für Budapest 2023 in dieser Spanne bewegen wird.

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Leichtathletik-WM Datentabelle

Methodik und Quellen


Ticketpreise Fußball-Weltmeisterschaften
Für die Untersuchung wurden alle Fußball-Weltmeisterschaften der Männer seit dem Jahr 2002 analysiert. Der durchschnittliche Ticketpreis für ein Spiel ergab sich aus Informationen über Ticketpreise für verschiedene Spiele im Verlauf des gesamten Turniers (Eröffnungsspiel, Gruppenspiele, Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale, Spiel um Platz 3 und Finale) sowie für verschiedene Preiskategorien. Die Informationen wurden folgenden Quellen entnommen: Internationaler Fußballverband FIFA für Katar 2022, Statista (basierend auf Daten von der FIFA) für Russland 2018, FIFA Ticketing Fan Guide für Brasilien 2014, Daily Mail für Südafrika 2010, Washington Post für Deutschland 2006 und ein Blogartikel basierend auf Informationen der FIFA für Japan/ Südkorea 2022.

Ticketpreise Leichtathletik-Weltmeisterschaften
Für die Untersuchung wurden alle Leichtathletik-Weltmeisterschaften seit dem Jahr 2001 analysiert. Der durchschnittliche Ticketpreis für den Tageseintritt ins Stadion ergab sich aus Informationen über Ticketpreise für verschiedene Preiskategorien. Hier wurde ein Durchschnitt gebildet. Die Informationen wurden folgenden Quellen entnommen: Dachverband der nationalen Verbände in der Leichtathletik World Athletics (früher IAAF) für Eugene 2022, Doha 2019, Osaka 2007, Helsinki 2005, Paris/ St. Denis 2003 und Edmonton 2001, Rheinische Post für London 2017, Wikipedia (basierend auf Daten der IAAF) für Peking 2015, ein Zeitungsartikel aus China für Moskau 2013, ein Blogartikel basierend auf Informationen der IAAF für Daegu 2011 und Focus für Berlin 2009.

Die Originalpreise wurden in der Regel in der Landeswährung des Gastgeberlandes veröffentlicht. Die Umrechnung in Euro erfolgte auf der Basis des durchschnittlichen Wechselkurses des jeweiligen Jahres