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Verletzung

Bänderdehnung oder -riss – diese Fakten solltest du kennen

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© Fotocredit: istockphoto.com/warrengoldswain

Beim Laufen ist eine Bänderdehnung oder ein Bänderriss schnell passiert. Sie gehören zu den typischen Sportverletzungen und entstehen oft durch eine extreme Belastung der Bänder sowie das Überschreiten des eigenen normalen Bewegungsausmaßes, etwa beim Umknicken des Fußes. Um solchen Verletzungen vorzubeugen, solltest du gezieltes Krafttraining für deine Gelenkmuskulatur betreiben und auf gute Schuhe achten.

Unsere Bänder sollen den Gelenken Stabilität verleihen und eine ökonomische Bewegungsausführung ermöglichen. Während bei der Bänderdehnung die Stabilität des betroffenen Gelenks weitestgehend erhalten bleibt, ist dies bei einem Bänderriss nicht mehr der Fall, die Funktionsfähigkeit des betroffenen Gelenks ist eingeschränkt.

Bänder bestehen aus einem sehr festen Gewebe. Dennoch können sie reißen, wenn sie überbeansprucht werden, etwa wenn das Gelenk ruckartig überdehnt wird.

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Aufgrund der hohen mechanischen Beanspruchung kommt es besonders in den Beingelenken zu Bänderrissen, wobei am häufigsten das Kniegelenk und die äußeren Bänder des Sprunggelenkes betroffen sind. Typischerweise werden die Bänder des Sprunggelenks in Mitleidenschaft gezogen, wenn du beim Laufen mit dem Fuß umknickst. Mit etwas Glück sind sie nur gedehnt, hast du Pech sind sie angerissen oder gar gerissen.

Wenn die Bänder gedehnt sind

Die Bänderdehnung ist die leichteste Form der Bandverletzung. Wie bereits erwähnt, entsteht sie bei einer extremen Belastung der Bänder und wenn das normale Bewegungsausmaß überschritten wird, etwa beim Umknicken des Fußes. Eine Bänderdehnung kann ebenfalls in Knie, Schulter, Ellbogen oder Handgelenk vorkommen.

Eine Bänderdehnung sollte immer nach der PECH-Regel behandelt werden:

P (Pause): Brich das Training ab und schone das betroffene Gelenk.

E (Eis): Direkt nach der Verletzung sollte die betroffene Stelle zunächst gekühlt werden. Achte jedoch darauf, den Kühlpack in ein Tuch zu wickeln, um Erfrierungen auf der nackten Haut zu vermeiden. Durch das Kühlen linderst du deine Schmerzen und verhinderst eine Schwellung.

C (Compression): Ebenfalls kann das Anlegen eines Kompressionsverbandes das Anschwellen verhindern.

H (Hochlagern): Vor allem bei Bänderdehnungen in Sprung- oder Kniegelenk solltest du dein Bein hochlagern.

Das Auskurieren einer Bänderdehnung dauert in der Regel nicht länger als ein bis zwei Wochen. Während dieser Zeit solltest du darauf achten, das betroffene Gelenk zu schonen. Merkst du, dass du keine Schmerzen mehr hast, kannst du wieder langsam mit dem Training anfangen.

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Bänderriss – wenn es richtig knallt

Beim Bänderriss ist oft eine abrupte, nicht vorhergesehene Bewegung die Ursache. Auch hier ist das Umknicken mit dem Fuß eine typische Situation. Manchmal kannst du bei einem Bänderriss ein lautes Reissgeräusch oder sogar einen Knall vernehmen. Du spürst einen plötzlichen, intensiven Schmerz und musst deine Bewegung sofort abbrechen. Weitere Symptome können sein:

· Starke Schwellung

· Hämatom

· Druck- und Belastungsschmerz

Das Tückische bei einem Bänderriss ist, dass die Schmerzen nach kurzer Zeit nachlassen und nur ein Instabilitätsgefühl bestehen bleibt. Bei einem Bänderriss solltest du auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

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Operation ist meist nicht nötig

In der Regel handelt es sich um eine konservative Behandlung, so dass kein operativer Eingriff erforderlich ist. Wenn ein Bänderriss im Sprunggelenk auftritt, wird der Arzt wahrscheinlich eine Gehschiene empfehlen, damit der Fuß weiterhin normal abgerollt werden kann und du nicht erneut umknickst. Auf diese Weise können die Bänder in Ruhe zusammenwachsen. Die Schiene sollte mindestens sechs Wochen getragen werden. Auch hier gilt die oben genannte PECH-Regel.

Die Heildauer ist individuell verschieden, aber primär von der Schwere der Verletzung abhängig. Natürlich spielt auch das Alter des Verletzten eine Rolle beim Heilungsprozess; je jünger der Betroffene, desto schneller heilt die Verletzung.

Ungefähr sechs Wochen dauert es, bis die Bänder wieder miteinander verwachsen sind. Dann darfst du sie aber noch nicht voll belasten. Es dauert länger, bis du wieder an extreme Belastungen wie Sprünge, schnelle Abbremsbewegungen oder schnelle Richtungswechsel denken kannst.

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Was du zur Prophylaxe tun kannst

Um Verletzungen am Bandapparat vorzubeugen, bietet sich gezieltes Krafttraining für die Gelenke umgebenden Muskeln an. Die Muskulatur verleiht den Bändern, Sehnen und Knochen Stabilität und stützt die Gelenke. Ebenso können richtige Schuhe für die Sprunggelenke von Vorteil sein, wobei Laufanalyse immer zu empfehlen ist.

Bandverletzungen ernst nehmen

Hast du dich an den Bändern verletzt, dann schone dich ausreichend und kuriere die Verletzung aus. Denn heilt eine Bänderdehnung oder ein Bänderriss nicht vollständig aus, kann es langfristig zu einer Instabilität in dem betroffenen Gelenk kommen. Dann macht das Laufen keinen echten Spaß mehr, bereits ein kleiner Fehltritt kann zu einer erneuten Verletzung des Bandapparates führen. Auch die vorzeitige Entstehung von Arthrose kann eine Folge einer nicht vollständig ausgeheilten Bänderdehnung sein.

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