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Schuhe

Finde den richtigen Laufschuh zum Joggen

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Welcher Laufschuh passt zu dir? - Dein Guide für den Kauf - 2

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Füße gibt es in vielen verschiedenen Formen. Sie können nicht nur breit oder schmal sein, sondern auch eine Fehlstellung haben - wie zum Beispiel Spreiz-, Senk-, oder Hohlfüße. Doch wie findest du den Schuh, der perfekt zu dir passt?

Da unsere Füße uns ein Leben lang von A nach B tragen, sollten wir genau überlegen, in welche Schuhe wir sie stecken. Vor allem Laufschuhe sollten mit Bedacht gewählt werden. Sie sind der Ausrüstungsgegenstand, an dem am wenigsten gespart werden sollte.

Wer regelmäßig läuft, sollte eine kleine Auswahl an unterschiedlichen Laufschuhen besitzen. Eine Faustregel besagt, dass die Zahl der Laufschuhe der Zahl der Tage entsprechen sollte, an denen man jede Woche läuft. Läufst du zum Beispiel an drei Tagen pro Woche, solltest du auch drei Paar Schuhe besitzen. Der Grund ist, dass sich deine Fußmuskulatur nicht zu sehr an ein Paar Schuhe gewöhnen sollte. Dein Fuß sollte die Möglichkeit haben, immer wieder neu beansprucht zu werden.

Überall gibt es zahlreiche Angebote - sowohl online als auch in Sportfachmärkten. Doch welcher Schuh ist der passende für dich?

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Lass dich vor dem Kauf immer von Profis beraten. Denn die können deinen Gang und deine Fußform genau einordnen. Andere Punkte, die du bei der Wahl des passenden Schuhs bedenken musst, sind die Häufigkeit, mit der du läufst, die Intensität deiner Läufe, dein Laufziel und dein aktueller Trainingszustand.

Vielleicht wurde dir ein gewisses Modell auch schon von Bekannten empfohlen. Das heißt jedoch nicht, dass dieser Schuh zu dir passen wird. Investiere dein Geld in einen Schuh, der auf dich zugeschnitten ist. Der richtige Schuh kann dir helfen, Verletzungen zu vermeiden und dich schneller an dein Leistungsziel zu bringen.

Wir geben einen Überblick darüber, was du beim nächsten Laufschuhkauf beachten solltest:

Die Fußtypen

Mit einem einfachen Test kannst du herausfinden, welcher Fußtyp du bist. Stelle dich mit nassen Füßen auf einen Untergrund, der dir deinen Fußabdruck zeigt. Es gibt den Normalfuß, den Senk- sowie den Hohlfuß. Zu nennen ist ebenfalls der Spreizfuß, der am häufigsten Schmerzen verursacht. Es ist wichtig zu wissen, welcher Fußtyp du bist und wie dein Fußgewölbe aussieht.

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Der Normalfuß

Als Normalfuß bezeichnen wir den gesunden Fuß. Er kommt jedoch leider nur noch wenig vor - die Gründe dafür sind falsches Schuhwerk, Fehlbelastungen, Übergewicht, mangelnde Beanspruchung durch zu viel Sitzen und zu wenig Barfußlaufen. Beim Normalfuß zeigt der Fußabdruck den Vor-Mittel- und Fersenbereich. Beim Laufen berührt der Fuß den Boden zuerst mit der Außenkante der Ferse, bevor der Fuß am Knöchel leicht nach innen abknickt. Dieses Einknicken dämpft den Aufprall beim Laufen. Man nennt es natürliche Pronation. Menschen mit Normalfuß fühlen sich in vielen Schuhen wohl.

Der Senkfuß/Plattfuß

Beim Senkfuß siehst du fast den gesamten Fußabdruck. Dabei berührt das Fußgewölbe bei jedem Schritt den Boden. Wie Läufer mit einem Normalfuß berühren auch jene mit einem Senkfuß den Boden zuerst mit der Außenseite der Ferse. Doch sie können das Körpergewicht nicht durch das natürliche Einknicken des Fußes am Knöchel abfangen. Das Fußgelenk knickt zu weit ein - man spricht auch von einer Überpronation. Diese kann sich durch Schmerzen in Knie, Hüfte und Rücken bemerkbar machen. Je nachdem wie sehr die Überpronation ausgeprägt ist, brauchst du einen Schuh zur Stabilisation, der eine schwache oder stärkere Pronationsstütze hat.

Der Hohlfuß

Beim Hohlfuß siehst du von deinem nassen Fußabdruck nur die dünne Linie an der Fußaußenseite, sowie Ferse und Vorderfuß. Das Fußgewölbe ist sehr hoch. Beim Laufen kommst du zuerst mit der Außenseite der Ferse auf den Boden, wobei der Fuß kaum nach innen einknickt. Das nennt man auch Supination oder Unterpronation. Durch die fehlende Dämpfung der Pronation werden andere Gelenke wie die Knie stärker belastet. Deshalb benötigen Läufer mit Hohlfuß Schuhe mit starker Dämpfung.

Der Spreizfuß

Beim Spreizfuß ist der Vorfuß verbreitert, da die Mittelfußknochen auseinander klaffen. Das sind die fünf Knochen, welche die Fußwurzel mit den Zehen verbinden. Oft verursacht ein Spreizfuß Schmerzen. Zudem bekommen Läufer mit Spreizfüßen schneller Hühneraugen und Schwielen. Ebenso begünstigt ein Spreizfuß einen Hallux valgus. Dabei handelt es sich um eine Fehlstellung des Großen Zehs. Der erste Mittelfußknochen, an dem sich der Große Zeh befindet, ist zur Fußaußenseite verschoben, wodurch sich der Ballenbereich verbreitert.

Die Sehnen verlaufen dann nicht mehr über das Gelenk und knicken den Zeh zur Innenseite des Fußes ab. Ursachen für einen Spreizfuß sind falsches Schuhwerk, Übergewicht oder bei Frauen das häufige Tragen von hohen Schuhen, die vorne spitz zusammenlaufen. Es ist schwierig, anhand eines bloßen Fußabdrucks einen Spreizfuß zu erkennen. Allenfalls die Symptome können Auskunft darüber geben, ob es sich um einen Spreizfuß handelt.

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Der Laufuntergrund

Nachdem du weißt, welche Fußform du hast, solltest du dir überlegen, auf welchem Untergrund du am häufigsten laufen wirst. Läufst du eher auf gedämpften Waldwegen oder auf härteren Untergründen wie Straßen oder dem Laufband?

Trail/Offroad

Trailschuhe benötigst du dann, wenn du kreuz und quer durch den Wald läufst und guten Halt von der Sohle erwartest. Sie haben ein starkes Profil, geben festen Halt, haben strapazierfähiges Obermaterial und sind im Idealfall auch wasserabweisend.

Asphalt und Laufband

Bist du eher auf den Straßen oder Indoor auf dem Laufband unterwegs, benötigst du Schuhe für eine harte und ebene Oberfläche. Durch die harte Oberfläche erhöht sich der Druck auf Knie und Hüfte, weswegen du auf eine gute Dämpfung achten solltest.

Die Distanz

Zwei wichtige Kategorien kennst du bereits, jetzt fehlt nur noch zu wissen, welche Distanzen du zurücklegen möchtest. Willst du nur fünf Kilometer schnell auf Tempo laufen, benötigst du einen leichten Wettkampfschuh. Falls es doch der Marathon wird, brauchst du für die lange Distanz eine höhere Dämpfung.

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Der Schnelle

Wenn keine Fehlhaltung des Fußes oder Beschwerden vorhanden sind, gibt es den Lightweight Schuh. Er zeichnet sich durch seine Leichtigkeit und hohe Dynamik aus und ist sehr gut einsetzbar für schnelle kurze Läufe oder Wettkämpfe. Hier entsteht durch den flachen Schuhaufbau schnell eine hohe Dynamik.

Der Wettkampfschuh

Der Wettkampfschuh zeichnet sich durch eine geringe Sprengung und Dämpfung aus und bietet so einen schnellen Abdruck vom Boden.

Der Barfußschuh

Ist die Fuß- und Wadenmuskulatur so gut trainiert, dass Schuhe überflüssig werden, gibt es den Barfußschuh. Der Barfußschuh sollte jedoch nur getragen werden, wenn keine Fehlhaltung des Fußes vorhanden ist, denn beim Laufen müssen Fußgewölbe und Wadenmuskulatur das Vielfache unseres Körpergewichts tragen.

Gut zu wissen

1. Nimm dir Zeit, deinen passenden Laufschuh zu finden. Wichtig für den Kauf ist, dass du beim Anprobieren Platz im Zehenraum hast. Zwischen deinem großen Zeh und dem Rand des Schuhs sollten beim Stehen eine Fingerbreite Abstand sein. Denn durch das Laufen schwellen die Füße oft an. Daher braucht man für Laufschuhe in der Regel eine halbe bis eine ganze Größe mehr als für andere Schuhe.

2. Informiere dich über dein Rückgaberecht. Falls du doch nicht zufrieden sein solltest oder es zu Druckstellen kommt, weißt du, dass du die Chance hast, den Schuh zu wechseln.

3. Wechsel regelmäßig deine Schuhe! Als Faustregel gilt, dass man circa alle 800 km den Schuh ersetzen sollte.

4. Bei der Dämpfung gilt: Je schwerer der Läufer, desto stärker die Dämpfung. Die Dämpfung schützt die Füße und Gelenke beim Laufen, lässt die Fußmuskulatur aber auch verkümmern, weil sie nicht selbstständig arbeiten kann. Der Dämpfungsgrad unterscheidet sich in Untergrund, Trainingsart, Fußtyp, Laufstil und Körpergewicht. Deswegen solltest du versuchen, die Fußmuskulatur regelmäßig zu kräftigen, damit du die Dämpfung wieder reduzieren kannst.

5. Die Sprengung eines Schuhs beschreibt den Höhenunterschied zwischen Vorfuß und Ferse. Eine hohe Sprengung verleitet dazu, eher auf der Ferse zu landen. Das solltest Du vermeiden und lieber auf dem Mittelfuß landen. Deswegen achte darauf, keine zu große Sprengung in den Schuhen zu haben.

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